Jens Ehrhardt: „Bank-Aktien sind eher ein Kauf als ein Verkauf“
Der Fondsmanager bezweifelt, dass die US-Notenbank Fed die Zinsen noch weiter erhöhen wird.
Foto: Thomas Dashuber für HandelsblattFrankfurt. An Erfahrung übertrumpft er die meisten seiner Konkurrenten: Jens Ehrhardt arbeitet seit über einem halben Jahrhundert als Analyst und Fondsmanager. Trotz der jüngsten Turbulenzen rund um die Banken sieht der 81-Jährige die Aktienmärkte auf gutem Kurs.
Allerdings fürchtet er, dass sich die alte Börsenweisheit „Sell in May and go away“ in diesem Jahr bewahrheitet. Nach Einschätzung des Gründers der Vermögensverwaltung DJE Kapital dürfte es im Mai mit der guten Stimmung an den Börsen vorbei sein.
Im Interview erklärt Ehrhardt, wo er latente Risiken sieht und was einen Rückfall des Dax bis auf 13.000 Punkte auslösen könnte. Außerdem: Warum er das europäische Bankensystem für stabiler hält als das in den USA, auf welche Aktien er jetzt in Deutschland, Nordamerika, China und Japan setzt und von welchen er lieber die Finger lässt.
Lesen Sie hier das Interview mit Fondsmanager Jens Ehrhardt vom 5. April:
Herr Ehrhardt, wir haben in den USA und Europa heftige Turbulenzen am Bankenmarkt gesehen. Erwarten Sie mehr davon?
In den USA ist die Lage nicht ganz ungefährlich, in Europa sehe ich weniger Stress.