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GoldGoldpreis fällt unter 4000 US-Dollar pro Unze – eine Gelegenheit zum Kauf?

Der Goldpreis fällt wieder unter die 4000-Dollar-Marke. In der Vergangenheit nutzten Anleger Rücksetzer wie diesen zum Kauf – auch jetzt?Judith Henke 27.10.2025 - 16:17 Uhr aktualisiert Artikel anhören
Goldbarren: Der Preis für das Edelmeltall setzt gerade zur Korrektur an. Foto: Sven Hoppe/dpa

Frankfurt. Der Goldpreis ist wieder unter die 4000-Dollar-Marke gefallen, die er Anfang Oktober erstmals geknackt hatte. Grund für den jüngsten Rückgang sind Fortschritte bei den Verhandlungen um ein mögliches Handelsabkommen zwischen den USA und China, die die Nachfrage nach sicheren Anlagen kurzfristig schwächen.

Bereits in der vergangenen Woche gab Gold stark nach, erlitt sogar den stärksten Einbruch innerhalb eines Tages seit zwölf Jahren. Seit dem Rekordpreis von knapp 4400 Dollar hat das Edelmetall inzwischen rund zehn Prozent an Wert eingebüßt.

Grund für diese Korrektur sind Befürchtungen der Investoren, dass die Goldrally überhitzt war. Denn in den vergangenen Wochen legte der Preis des Edelmetalls rasant zu und knackte ein Rekordhoch nach dem anderen.

Professionelle Goldhändler sehen eine tiefere Korrektur allerdings nicht unbedingt negativ, wie John Reade, Chefmarktstratege des Branchenverbands World Gold Council (WGC), auf einer internationalen Gold-Konferenz sagt.

Er zitierte laut Bloomberg Gespräche auf der Konferenz, in denen 3.500 Dollar pro Unze als ein Niveau genannt wurden, das „für den Goldmarkt gesund wäre, weil es immer noch ein lächerlich hoher Preis wäre.” Auf Jahressicht liegt Gold noch immer über 50 Prozent im Plus.

Treiber der jüngsten Rally war vor allem der sogenannte Debasement-Trade: Händler retteten sich aus Sorge um die Stabilität des US-Dollars und wegen der hohen Staatsverschuldung der USA in das als Krisenwährung etablierte Gold.

Nun wurde dieser Trend erst einmal gestoppt und Gold setzt zu einer Korrektur an. Viele Anleger nehmen Gewinne mit, der Preis fällt und sorgt dafür, dass weitere Marktteilnehmer das Edelmetall nervös verkaufen. Hinzu kommen Handelsalgorithmen, die Trends wie Preisbewegungen folgen und automatisch Verkäufe auslösen, wenn der Preis bestimmte Notierungen durchbricht.

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