Krisenwährung: Edelmetall versus Kryptowährung: Ist Bitcoin das bessere Gold?
Die gesamte verfügbare Menge Gold ist rund zwölf Billionen Dollar Wert. Die Marktkapitalisierung von Bitcoin beträgt derzeit 650 Milliarden Dollar.
Foto: imago images/Alexander LimbachZürich. Wenn es stimmt, dass Bitcoin das Gold der jungen Generation ist, dann sehen Edelmetall-Traditionalisten in diesen Tagen ziemlich alt aus. Während der Goldpreis in den vergangenen Monaten praktisch stagniert und sich deutlich unter dem Niveau von Anfang November einschwingt, legt der Bitcoin eine furiose Rally hin.
Allein in den vergangenen drei Monaten hat sich die Digitalwährung um über 150 Prozent verteuert. Bei Bitcoin scheint das Aufwärtspotenzial aus Sicht mancher Experten kaum Grenzen zu haben: So halten die Analysten von JP Morgan kurzfristig einen Preis von 50.0000 Dollar oder gar 100.000 Dollar für möglich – also nahezu eine Verdreifachung des aktuellen Preises.
Der Grund: „Eine Verdrängung von Gold als ‚alternativer Währung‘ impliziert ein großes Aufwärtspotenzial für den Bitcoin“, schreiben die JP-Morgan-Analysten. Doch ist Bitcoin tatsächlich das bessere Gold? Und empfiehlt es sich auch für Privatanleger, einen Teil des Vermögens in die Kryptowährung zu investieren?
Abseits aller Spekulationen auf steigende Preise stünden hinter Gold und Bitcoin verwandte Investment-Philosophien, sagt Torsten Dennin, Rohstoffexperte und Chefanlagestratege bei Asset Management Switzerland. „Es ist der gleiche Trade, weg vom Finanzsystem“, sagt er. Wer – aus welchen Gründen auch immer – einen Teil seines Vermögens außerhalb der Bankenwelt verwahren wolle, für den lohne es, sich mit beiden Anlageklassen zu beschäftigen.