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AsienMärkte nach Annäherung im Zollstreit uneinheitlich

Nach dem Zollmoratorium zwischen den USA und China legten Japans Aktien in Asien am meisten zu. An anderen Märkten herrschte hingegen noch Vorsicht.Martin Kölling 13.05.2025 - 09:49 Uhr aktualisiert Artikel anhören
Die Börse in Tokio: In Japan herrscht nach der Annäherung der USA und Chinas im Zollstreit noch Vorsicht unter den Anlegern. Foto: dpa

Tokio. Die Entspannung im Handelskonflikt zwischen den USA und China hat auch in Japan für Entspannung an den Märkten gesorgt. In Tokio stieg der Nikkei-225-Index um 1,7 Prozent auf 38.299 Punkte. Der breiter gefasste Topix der Tokioter Börse legte um 1,3 Prozent auf 2777 Punkte zu.

„Die Zölle wurden stärker gesenkt als erwartet“, sagte Maki Sawada, Strategin bei der japanischen Investmentbank Nomura. „Die Sorgen um eine Stagflation in den USA haben etwas nachgelassen.“

Somit folgten die japanischen Börsen abgeschwächt der Wall Street. Dort gewann der Dow Jones 2,8 Prozent, der technologielastige Nasdaq legte sogar 4,4 Prozent zu.

Investoren in anderen asiatischen Märkten bewerteten die Vereinbarung der USA und Chinas, ihre Zölle für vorerst 90 Tage um 110 Prozentpunkte zu senken, zurückhaltender. Sowohl in Korea und Singapur als auch in Shanghai schlossen die Indizes nur knapp im Plus. Der Hongkonger Hang-Seng-Index sank um 1,3 Prozent. Nach acht Tagen steigender Kurse nahmen Anleger Gewinne mit.

Seit US-Präsident Donald Trump Anfang April mit seinen Zollankündigungen einen Börsencrash auslöste, haben sich die Aktienkurse wieder erholt. Der japanische Nikkei 225 überstieg erstmals seit März die Marke von 38.000 Punkten. Auch chinesische Aktien nähern sich wieder den Werten vor Trumps Zollchaos.

Gleichzeitig herrscht jedoch Vorsicht. Die China-Experten der Bank of America Securities warnten trotz aller Zuversicht, dass die Lage angesichts der geringen Aussichten auf eine dauerhafte Einigung der beiden Großmächte unsicher bleibe.

Auch wenn das Handelsabkommen die Markterwartungen übertroffen habe, seien die Anleger besorgt, welche Veränderungen nach dem „vorübergehenden Frieden“ eintreten könnten, teilten Analysten von Jefferies mit. „Institutionelle Anleger werden vorsichtiger.“

Dennoch wächst die Hoffnung, dass Trump die möglichen Schäden seiner Zölle für die US-Wirtschaft erkennt und seine angedrohten Zölle letztlich nicht in vollem Umfang verhängen wird. Dies würde die Gewinnaussichten vieler Unternehmen verbessern. Nomura schätzt, dass ein Einfrieren der Zölle zwischen den USA und China die Gewinne der japanischen Wirtschaft in diesem Jahr um zwölf bis 13 Prozent steigern könnte.

Tech-Aktien profitieren am meisten

Bei den Einzelwerten waren in Tokio Schifffahrtstitel die größten Gewinner. Der entsprechende Branchenindex legte gut vier Prozent zu. Auch Aktien von Banken waren gefragt, da gestiegene Anleiherenditen die Aussichten für Anlage- und Krediterträge verbesserte.

Zudem profitierten wie schon an der Wall Street Technologieaktien. Yaskawa, ein führender Hersteller von Industrierobotern, gewann zeitweise mehr als zehn Prozent an Wert. Der Hersteller von Halbleiteranlagen Tokyo Electron, der ein starkes China-Geschäft hat, gewann 4,9 Prozent,

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Viele Autoaktien stiegen ebenfalls überdurchschnittlich. So legte Toyotas Aktienkurs um 3,5 Prozent zu, der Kurs von Suzuki stieg um 3,8 Prozent, der von Nissan um drei Prozent. Auslöser war ein Bericht, demzufolge der Konzern seinen Personalabbau von 9.000 auf 20.000 Beschäftigte ausweiten will. Nur bei Honda blieb der Kurssprung aus, da die Anleger die Jahresbilanz abwarten, die der Konzern nach Börsenschluss veröffentlichen wird.

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