Börse Asien: Nahost-Eskalation drückt Chinas Börsen ins Minus
Die asiatischen Anleger sind verunsichert.
Foto: APSydney. Der Großangriff der radikalen Palästinenserorganisation Hamas auf Israel hat die Börsen in China ins Minus gedrückt. Die Börse in Shanghai gab am Montag 0,4 Prozent nach und notierte bei 3097 Punkten. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen verlor 0,1 Prozent auf 3686 Zähler.
Das israelische Militär reagierte mit massiven Luftangriffen auf den Gazastreifen, auf beiden Seiten gibt es Hunderte Tote. „Der Überraschungsangriff der palästinensischen Hamas auf Israel hat die Märkte im Nahen Osten am Sonntag erschüttert und wird die Anleger auch heute weiter verunsichern“, schrieben die Experten der Commerzbank. „Die Angriffe der Hamas sind die tödlichsten Angriffe auf Israel seit Jahrzehnten und drohen zu einem umfassenderen Konflikt zu eskalieren.“
Sorgen über eine mögliche Unterbrechung der Lieferungen aus dem Iran ließen den Preis für Rohöl der Sorte Brent im asiatischen Handel zwischenzeitlich bis auf 88,76 Dollar pro Barrel steigen. Derzeit notiert ein Barrel noch bei rund 87 Euro.
„Angesichts der Knappheit, mit der sich die physischen Ölmärkte bereits im vierten Quartal 2023 konfrontiert sehen, könnte eine sofortige Reduzierung der iranischen Ölexporte den Brent-Future kurzfristig auf über 100 Dollar pro Barrel treiben“, so Analysten der Commonwealth Bank of Australia (CBA). Der Iran begrüßte als Verbündeter die radikal-islamische Palästinensergruppe Hamas zu den Anschlägen in Israel, seine Vertretung bei den Vereinten Nationen (UN) erklärte jedoch, die Regierung in Teheran sei nicht in die Aktionen der Hamas verwickelt.
Die Aktienmärkte in Japan und Südkorea blieben feiertagsbedingt geschlossen. Der Hongkonger Leitindex lag nach einer verzögerten Eröffnung wegen der Ausläufer des jüngsten Taifuns 0,6 Prozent im Plus.