CDU-Jungpolitiker bringen sich in Stellung: Gerangel um die besten Posten
Der 37-Jährige strebt nach einer ähnlichen Karriere wie sein Mentor.
Foto: picture alliance/dpaBerlin. An diesem Freitag trifft in der Start-up-Campus Factory in Berlin-Mitte die alte auf die neue – nicht Economy, sondern Politik: Der eine, Jahrgang‚ ’42, sitzt seit 1972 im Bundestag. Der andere, Jahrgang ’85, kandidiert. Der Ältere heißt Wolfgang Schäuble, der Jüngere Paul Ziemiak, Chef der Jungen Union und Herausgeber eines Buches, in dem 40 Menschen unter 40 ihre Ideen für die Zukunft Deutschlands notiert haben. Alles harmlos, hielte nicht jenes politische Urgestein, Bundesfinanzminister Schäuble, im Nachwort fest, dass die Älteren den Jüngeren „beizeiten die Verantwortung übergeben“ müssen. Natürlich dürfe es „die eine oder ander Ausnahme geben“, etwa in seinem Fall. Jugend allein sei schließlich keine „hinreichende Qualifikation“. Aber: „Jugend schützt vor Verantwortung nicht.“
Eine Rochade steht bevor
Wenige Monate vor der Bundestagswahl beginnt in der CDU wieder die Debatte darum, wie lange Angela Merkel nach einem möglichen Wahlsieg im September noch weiter Kanzlerin bleiben wird – und wie sie ihre Nachfolge vorbereitet. So war es 2013, so ist es auch dieses Mal. Vor allem die Jungen haben Interesse daran, dass es nicht wie nach der langen Kanzlerschaft von Helmut Kohl einen erzwungenen Wechsel gibt und sie sich aus der Opposition heraus neu aufstellen müssen.