Equal Pay Day: Die Lohnlücke zwischen Männern und Frauen bleibt groß
Am 7. März ist Equal Pay Day – theoretisch arbeiten Frauen bis zu diesem Tag umsonst, wenn sie ab dann gleich bezahlt würden.
Foto: imago/IPONBerlin. Die Verdienstunterschiede zwischen den Geschlechtern bleiben in Deutschland groß. Gemessen an den Bruttostundenlöhnen und -gehältern verdienten Frauen im vergangenen Jahr laut Statistischem Bundesamt 18 Prozent weniger als Männer.
Der Equal Pay Day, der in diesem Jahr auf den 7. März fällt, steht symbolisch für die Entgeltlücke. Theoretisch arbeiten Frauen bis zu diesem Datum umsonst, während Männer schon seit dem 1. Januar für ihre Arbeit entlohnt werden.
Der symbolische Tag ist im Verlauf der Jahre im Kalender zwar deutlich nach vorn gerückt. Dennoch gebe es noch viel zu tun in Sachen Gleichstellung, betont die Chefin der Bundesagentur für Arbeit (BA), Andrea Nahles. „Wenn man bedenkt, dass der erste Equal Pay Day für Deutschland 2009 auf den 20. März errechnet wurde und dieses Jahr auf den 7. März fällt, dann bewegen wir uns zwar in die richtige Richtung“, sagte Nahles. „Aber es liegt noch ein weiter Weg vor uns.“
Ein großer Teil der Lohnlücke lässt sich durch Faktoren wie die Qualifikation, die Berufswahl, die Branche oder Unterschiede bei der Arbeitszeit erklären. Hinzu kommt, dass in männerdominierten Wirtschaftszweigen, etwa den Industriebranchen, mehr verdient wird als in Frauendomänen wie dem Gesundheitswesen oder dem Sozial- und Erziehungsdienst.