Wahl in Brandenburg: Die wichtigsten Erkenntnisse in sechs Grafiken
Berlin. Einer der Hauptgründe für das gute Abschneiden der SPD in Brandenburg ist laut Wahlforschern die Beliebtheit des amtierenden Ministerpräsidenten Dietmar Woidke (SPD) – und dass er im Wahlkampf explizit auf die Unterstützung von Kanzler Olaf Scholz (SPD) verzichtet hat.
Woidke verfolgte eine gewagte Taktik, die letztlich die entscheidenden Stimmen gebracht haben könnte: Er riskierte alles, knüpfte seine politische Zukunft an einen Wahlsieg – entweder Woidke oder die AfD. Damit hat er viel gewonnen. So hat er die Wahl nicht mit Scholz geholt, sondern trotz der Unbeliebtheit des Kanzlers und der Ampelkoalition.
Allerdings hat nicht nur die SPD in Brandenburg deutlich hinzugewonnen, auch die AfD legte erheblich zu. Die Grünen hingegen wurden ebenso wie die Linkspartei aus dem Parlament gewählt. Zu den Hintergründen liefern Umfragedaten von Infratest Dimap und der Forschungsgruppe Wahlen Erkenntnisse, die auch für die Bundespolitik von Belang sein dürften.
AfD-Boom bei Jungwählern, Grüne stürzen ab
Schon bei den Landtagswahlen in Bayern und Hessen im vergangenen Jahr hat sich gezeigt, dass viele jüngere Menschen die AfD wählen. Im Osten setzt sich diese Entwicklung nun fort.