Energie: Deutschland und Indien starten Plattform für erneuerbare Energie
Delhi, Gandhinagar. Deutschland sieht Indien zunehmend als zentralen Kooperationspartner im Bereich der erneuerbaren Energie. Bundesentwicklungsministerin Svenja Schulze möchte deshalb den Zugang deutscher Unternehmen auf den Markt des bevölkerungsreichsten Landes erleichtern. Zusammen mit dem indischen Minister für neue und erneuerbare Energie, Pralhad Joshi, brachte die SPD-Politikerin in der Hauptstadt des westindischen Bundesstaats Gujarat, Gandhinagar, eine Plattform offiziell auf den Weg, die Unternehmen aus beiden Ländern schneller zusammenbringen soll. „Das ist ein Markt, der sich entwickelt und auf jeden Fall größer werden wird“, sagte Schulze über Indien.
In Gandhinagar nahm sie als Vertreterin des Gastlands Deutschland an der Erneuerbare-Energien-Konferenz und Fachmesse Re-Invest teil, mit der die indische Regierung unter anderem mehr Investoren aus dem In- und Ausland anwerben will. Die dreitägige Messe wurde von Ministerpräsident Narendra Modi eröffnet.
Der indische Markt gilt jedoch aus der Sicht deutscher Unternehmen als kompliziert. Bei 42 Ministerien, den föderalen Strukturen und nachgeordneten Behörden, sei es für Unternehmen schwierig einen Ansprechpartner zu finden, sagte Schulze. „Deswegen wollen wir diese Plattform starten, um diese Zugänge zu schaffen.“