Ukraine-Krieg: Gegenoffensiven, Lufthoheit, Cyber-Kampf: Worauf es im Ukraine-Krieg jetzt ankommt
Die ukrainische Armee benötigt nach Einschätzung von Experten mehr westliche Waffenlieferungen.
Foto: ReutersRussische Rekruten während ihrer militärischen Ausbildung auf einem Schießplatz im von Russland kontrollierten Donezk.
Foto: dpaBerlin. Große Geländegewinne gab es in den vergangenen Wochen an der Front in der Ukraine kaum. Wie aber entwickelt sich die Lage in nächster Zeit und welche Faktoren könnten entscheidend werden?
Vier Experten gehen auf unterschiedliche Aspekte des Kriegs ein und geben einen Ausblick auf mögliche Szenarien.
Die ukrainischen Gegenoffensiven werden kleinräumiger
Die Entwicklung des Kriegs hängt von einigen in naher Zukunft zu treffenden Entscheidungen ab, daher ist die Jahreswende leider ein schwieriger Zeitpunkt, den Verlauf abzuschätzen.
Gustav Gressel ist Experte für Osteuropa, Sicherheitspolitik, Militärstrategien am European Council on Foreign Relations (ECFR) in Berlin.
Eine Entscheidung betrifft eine mögliche weitere russische Mobilmachung, wie sie der ukrainische Verteidigungsminister Oleksij Resnikow befürchtet. Allerdings wurde die Einberufung für den Einrücktermin der russischen Armee im Herbst gerade abgeschlossen, die Ausbildungs- und Unterbringungsressourcen sind somit zu einem gewissen Grad belegt.
Es würde sich aus strukturellen Gründen nicht um eine „Generalmobilmachung“ handeln, denn es fehlen die Ausbilder und Strukturen, um so viele Soldaten auf einmal zu trainieren.