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KonjunkturBundesregierung erwartet 2024 nur noch 0,2 Prozent Wachstum

Streiks im Verkehr, Probleme in den Lieferketten und geopolitische Spannungen belasten die Konjunktur der Bundesregierung zufolge. Entsprechend könnte sich die wirtschaftliche Lage erst später bessern. 14.02.2024 - 16:33 Uhr aktualisiert
Güterverkehr: Das Bruttoinlandsprodukt ist im vierten Quartal 2023 um 0,3 Prozent geschrumpft Foto: dpa

Berlin. Die Bundesregierung streicht ihre Prognose für das Wachstum der deutschen Wirtschaft in diesem Jahr deutlich zusammen. Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) kündigte am Mittwoch in Leipzig an, die Bundesregierung werde ihre Konjunkturprognose für dieses Jahr deutlich senken. Erwartet werde nur noch ein Wirtschaftswachstum von 0,2 Prozent. Dies sei „dramatisch schlecht“, sage Habeck. „So können wir nicht weitermachen.“

Bislang hatte die Regierung noch mit 1,3 Prozent gerechnet. Diese aus dem Oktober stammende Prognose gilt aber seit längerem nicht mehr als realistisch.

Sowohl das Münchner Ifo-Institut als auch das Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW) sind noch optimistischer als die Bundesregierung. Die Ifo-Forscher senkten ihre Prognose für 2024 im Januar von 0,9 nur auf 0,7 Prozent, das IfW im Dezember von 1,3 auf 0,9 Prozent. Im März wollen sie neue Vorhersagen vorlegen.

Im aktuellen Monatsbericht zur wirtschaftlichen Lage betonte das Grünen-geführte Wirtschaftsministerium am Mittwoch, aktuelle Frühindikatoren deuteten noch nicht auf eine spürbare konjunkturelle Belebung hin.

Die Stimmung der Verbraucher habe sich zuletzt wieder eingetrübt. Verwiesen wurde unter anderem auf die vielen Streiks sowie den hohen Krankenstand in Deutschland. Dies führe dazu, dass sich die erwartete konjunkturelle Erholung nochmals verzögere. Positiv sei aber die im Januar deutlich auf 2,9 Prozent gefallene Inflationsrate. Zudem habe sich der Arbeitsmarkt zu Jahresbeginn angesichts der milden Witterung etwa günstiger entwickelt.

Viel Unsicherheit

Eine hohe Inflation, steigende Zinsen und die maue Weltkonjunktur hatten die deutsche Wirtschaft schon 2023 ausgebremst. Das BIP schrumpfte im vergangenen Jahr um 0,3 Prozent.

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Die Ampel-Regierung will Finanzminister Christian Lindner (FDP) zufolge bis zum Frühjahr ein Konzept zur Stärkung des Wirtschaftsstandorts Deutschland vorlegen. Dies solle vermutlich synchronisiert werden mit den Gesprächen über den Haushaltsentwurf für 2025, der im Sommer präsentiert werden soll. Sowohl Lindner als auch Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) hatten Deutschland als Standort zuletzt als nicht mehr wettbewerbsfähig bezeichnet.

Für 2025 erwartet das Ifo-Institut ein Wachstum von 1,3 Prozent, das IfW von 1,2 Prozent. Hierzu wird im Jahreswirtschaftsbericht keine neue Prognose der Regierung erwartet. Im Oktober wurden 1,5 Prozent geschätzt. Diese Zahl soll erst im Frühjahr aktualisiert werden.

rtr
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