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PreiseEinzelhandel mit minimalen Umsatzplus – etwas mehr beim Versandhandel

Der deutsche Konsum bleibt träge. Gründe sind die gestiegene Arbeitslosigkeit und politische Unsicherheiten. Ausgerechnet vor dem Weihnachtsgeschäft sinkt die Kauflaune. 31.10.2025 - 08:52 Uhr Artikel anhören
DHL-Container: Der Internet- und Versandhandel verzeichnete ein Umsatzplus von 0,4 Prozent. Foto: dpa

Berlin. Der deutsche Einzelhandel hat seinen Umsatz im September minimal gesteigert. Die Einnahmen wuchsen um 0,1 Prozent im Vergleich zum Vormonat, wie das Statistische Bundesamt am Freitag mitteilte.

Inflationsbereinigt fiel das Plus mit real 0,2 Prozent etwas größer aus. Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Ökonomen hatten hier mit einem Zuwachs in dieser Höhe gerechnet, nach einem Rückgang von revidiert 0,5 (bisher: minus 0,2) Prozent im August.

„Die deutsche Konsumentwicklung bleibt eine träge Angelegenheit“, sagte der Chefvolkswirt der VP Bank, Thomas Gitzel. Dabei ist die Sparquote zuletzt gesunken: Im ersten Halbjahr sparten die deutschen Haushalte im Schnitt nur noch 10,3 Prozent ihres Einkommens, nach 11,1 Prozent ein Jahr zuvor.

„Das lässt vermuten, dass das konsumtive Aufwärtspotenzial begrenzt ist“, sagte der Chefvolkswirt der Hauck Aufhäuser Lampe Privatbank, Alexander Krüger. „Die gestiegene Arbeitslosigkeit, Flirts mit Kurzarbeit und politische Unsicherheiten unterstreichen das.“

Der Umsatz mit Lebensmitteln legte im September real um 0,3 Prozent zu, während er mit Nicht-Lebensmitteln um 0,6 Prozent schrumpfte. Der Internet- und Versandhandel verzeichnete ein Plus von 0,4 Prozent. Der Branchenverband HDE rechnet für das Gesamtjahr bislang mit einem Umsatzplus von etwa zwei Prozent. Real soll es auf einen Zuwachs von 0,5 Prozent hinauslaufen. Kommende Woche sollen aktualisierte Prognosen veröffentlicht werden.

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Die Kauflaune der Verbraucher ist ausgerechnet vor Beginn des umsatzträchtigen Weihnachtsgeschäfts gesunken, weil anhaltend hohe Preise für Lebensmittel für Konsumzurückhaltung sorgen: Das für den kommenden Monat berechnete Konsumklima-Barometer sank um 1,6 Punkte auf minus 24,1 Zähler, wie die Forscher von GfK und NIM bei ihrer Umfrage herausfanden. Als ein weiterer Grund dafür gelten zunehmende Sorgen um den Arbeitsplatz angesichts einer zuletzt stagnierenden Wirtschaft.

rtr
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