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Deutsche BahnBahn will leere Fernzüge durch Regionalzüge ersetzen

Die Bahn will leere Fernzüge durch Regionalzüge ersetzen, um Verluste zu senken. Ab Oktober sollen Tickets bis zu 12 Monate im Voraus buchbar sein. Damit soll die Auslastung verbessert werden. 24.09.2024 - 13:16 Uhr Artikel anhören
Die Deutsche Bahn erzielt laut internen Papieren im Fernverkehr nur auf den Hauptstrecken Gewinn. Foto: IMAGO/Arnulf Hettrich

Berlin. Die Deutsche Bahn will schlecht ausgelastete IC oder ICE auch durch Regionalzüge ersetzen. Man sei dazu in Abstimmung mit Vertretern der Bundesländer, sagte Bahn-Fernverkehrsvorstand Michael Peterson am Dienstag in Berlin. Es ergebe oft keinen Sinn einen leeren Fernzug auf einer Strecke fahren zu lassen, auf dem auch ein Regionalzug unterwegs sei.

Während die weiß-roten Fernzüge allein von der Bahn organisiert und finanziert werden, ist der Regionalverkehr anders organisiert. Hier bestellen die Länder über die sogenannten Aufgabenträger Züge, die meist von ihnen subventioniert werden, um die Regionen anzuschließen.

Die Deutsche Bahn erzielt laut internen Papieren im Fernverkehr nur auf den Hauptstrecken Gewinn. Die übrigen 70 Prozent der Strecken im sogenannten Ergänzer- und Flächennetz schreiben überwiegend rote Zahlen.

Bahn plant umfangreiche Sanierung und Ausbau

Im Bahn-Konzern hatten zuletzt alle größeren Sparten Verluste eingefahren. Nur die Spedition Schenker ist profitabel, wird aber verkauft. Verkehrsminister Volker Wissing (FDP) hatte daher eine Sanierung des Konzerns in drei Jahren verlangt, zumal der Bund Rekordsummen für das marode Schienennetz bereitstellt. Der Fernverkehr hat dafür das Programm "Volles Funktionieren" aufgelegt, mit dem die Pünktlichkeit auf bis zu 80 Prozent von derzeit 60 Prozent verbessert werden soll. Zudem will die Sparte 2027 schwarze Zahlen schreiben.

Allerdings hatte Wissing wie auch andere Politiker vor den Landtagswahlen in Ostdeutschland von der Bahn verlangt, ihr Fernverkehrsangebot aufrechtzuerhalten. Die Sparte solle durch bessere Angebote ihre Züge stärker auslasten. Die Fernzüge leiden jedoch auch unter dem Deutschlandticket im Nahverkehr, da so Passagiere mit dem weit günstigeren Fahrschein in Regionalzügen statt in IC oder ICE unterwegs sind.

Fernverkehrs-Chef Peterson, dessen Vertrag gerade bis 2030 verlängert wurde, will die Vorbuchungsfrist für Tickets von derzeit sechs auf zwölf Monate ausdehnen, sodass Reisende früh auf günstige Sparpreise zugreifen könnten. Dies soll ab Oktober gelten. Zudem fahren mehr grenzüberschreitende Züge. So soll ab Dezember ein ICE von Berlin nach Paris in rund acht Stunden fahren.

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Um die Pünktlichkeit zu verbessern, dürfen ICE-4 Züge, die rund 60 Prozent der Sitzplätze in Fernzügen ausmachen, künftig 265 Stundenkilometer statt bisher 250 fahren. So könnten Verspätungen auf manchen Trassen wieder aufgeholt werden.

dpa
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