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GastgewerbeGastgewerbe schwächelt – Realer Umsatz 2024 gesunken

Viele Betriebe hatten ihre Preise Anfang 2024 erhöht. Zu mehr Einnahmen hat das aber nicht geführt. Besonders in Restaurants und Kneipen bleiben Gäste fern. 20.02.2025 - 14:07 Uhr aktualisiert Artikel anhören
Junge Köche am Arbeitsplatz: Restaurants und auch Hotels haben 2024 für ihre Dienstleistungen mehr Geld verlangt, aber weniger eingenommen. Foto: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa

Berlin. Restaurants, Kneipen, Hotels und andere Beherbergungsstätten haben im vergangenen Jahr nur wegen Preiserhöhungen mehr Geld eingenommen. Das deutsche Gastgewerbe steigerte seinen Umsatz zwar um 0,6 Prozent im Vergleich zu 2023, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag mitteilte. Allerdings schrumpften die Einnahmen inflationsbereinigt (real) um 2,6 Prozent.

„Die wirtschaftliche Lage in der Branche bleibt angespannt“, sagte Präsident Guido Zöllick vom Deutschen Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga). „Die Betriebe leiden unter weiter steigenden Kosten.“ Die Statistiker hatten bereits im Januar auf Basis der Zahlen bis November eine erste Schätzung für 2024 veröffentlicht.

Nun liegen auch die Daten für Dezember vor. Im Schlussmonat verzeichnete die Branche real einen Umsatzrückgang von 2,6 Prozent zum November und nominal ein Minus von 2,2 Prozent. Die Gastronomie musste im vergangenen Jahr einen realen Umsatzrückgang von 3,8 Prozent wegstecken.

Mit dem Auslaufen der Entlastung bei der Mehrwertsteuer zum 1. Januar 2024 habe sich die Stimmung deutlich eingetrübt, sagte Zöllick. Seitdem liegt der Tarif wieder bei 19 statt bei sieben Prozent. Viele Betriebe spürten die zunehmende Preissensibilität und Konsumzurückhaltung der Gäste.

Kosten wachsen auch bei den Hotels

Die Beherbergungsbranche meldete ein Minus von 0,4 Prozent. „Deutschland ist als Reiseland beliebt“, sagte Zöllick und verwies auf die Übernachtungszahlen. Demnach zählten die Beherbergungsbetriebe 2024 insgesamt gut 496 Millionen Übernachtungen und damit 0,1 Prozent mehr als im bisherigen Rekordjahr 2019.

Aber auch Hotels litten wie alle anderen gastgewerblichen Betriebe unter den stark gestiegenen Kosten bei Personal, Nahrungsmitteln und Energie, sagte der Dehoga-Lobbyist. Hinzu komme die wachsende Bürokratie, die Zeit und Geld koste. „Es wird für die Betriebe immer schwerer, wirtschaftlich zu arbeiten“, warnte Zöllick. Viele Betriebe stünden mit dem Rücken zur Wand.

Im Vergleich zum Vor-Corona-Jahr 2019 fällt die Bilanz des vergangenen Jahres mau aus: Zwar stieg der nominale Umsatz im gesamten Gastgewerbe nach deutlichen Preissteigerungen um 9,9 Prozent, wie die Statistiker erklärten. Werden diese aber herausgerechnet, sank der reale Gastgewerbeumsatz 2024 um 13,1 Prozent im Vergleich zu 2019.

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Der Dehoga erhofft sich von der neuen Bundesregierung positive Impulse bei der Wirtschaftspolitik. Zöllick setzt für die Branche auf die einheitliche Besteuerung von Speisen mit sieben Prozent, mehr Flexibilität durch eine Wochenarbeitszeit, mehr Netto vom Brutto sowie spürbaren Bürokratieabbau.

rtr
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