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UmsatzminusLage im Gastgewerbe bleibt angespannt

Der Umsatz im deutschen Gastgewerbe ist im Juli erneut gesunken. Und auch die Aussichten bleiben laut Branchenverband Dehoga trübe. Dafür sehen die Gastwirte mehrere Gründe. 02.09.2025 - 11:17 Uhr aktualisiert Artikel anhören
Bedienung serviert Schnitzel: Hotel- und Gaststättenverband klagt über schlechten Umsatz. Foto: dpa

Berlin. Wegen der mauen Konjunktur und trüben Konsumstimmung schauen Restaurants, Kneipen und Hotels skeptisch auf ihre Geschäfte in diesem Jahr. „Die Kosten explodieren, die Gäste sind preissensibler und die Umsätze sinken – die aktuellen Belastungen bringen viele Betriebe an ihre Grenzen“, sagte Präsident Guido Zöllick vom Deutschen Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) am Dienstag in Berlin.

Der Branche drohe das sechste Verlustjahr in Folge. „Jetzt ist entschlossenes politisches Handeln nötig“, betonte Zöllick und bekräftigte seine Forderung nach Steuererleichterungen, flexibleren Arbeitszeiten und weniger Bürokratie.

Einer Verbandsumfrage unter fast 4000 Betrieben zufolge verzeichnete die Branche im Juli erneut ein kräftiges Umsatzminus von gut neun Prozent zum Vorjahr. „Gleichzeitig belasten massive Kostensteigerungen die Betriebe zusätzlich“, hieß es. „Viele befürchten, 2025 in die roten Zahlen zu rutschen.“ Demnach rechnen fast 39 Prozent mit einem Verlust.

Im ersten Halbjahr hatten die Unternehmen zwar nur 0,1 Prozent weniger Umsatz in den Kassen. Inflationsbereinigt – also wenn man die jüngsten Preiserhöhungen ausklammert – lagen die Erlöse aber mit 3,7 Prozent spürbar unter dem Vorjahreszeitraum. Im Vergleich zu 2019, dem letzten Jahr vor der Corona-Krise, brachen die realen Umsätze sogar um 15,1 Prozent ein, während es dank Preiserhöhungen ein nominales Plus von 10,9 Prozent gab.

Der Lobbyverband erhofft sich Rückenwind von der Politik und spätestens zum Januar 2026 die gesetzliche Verankerung einer 7-Prozent-Mehrwertsteuer für Speisen in der Gastronomie. Planungssicherheit sei wichtig, sagte Zöllick.

Die einheitliche Besteuerung von Essen mit sieben Prozent bedeute eine längst überfällige Stärkung der Betriebe im harten Wettbewerb mit Lieferdiensten, Essen To Go und Fertiggerichten aus dem Handel, wo die Belastung nur bei sieben statt 19 Prozent liege. „Es geht um Steuerfairness und Gleichbehandlung“, erklärte Zöllick. Er verwies auf den Koalitionsvertrag von Union und SPD, das Sofortprogramm der Koalition sowie jüngste Beschlüsse der Geschäftsführenden Vorstände von CDU/CSU und SPD in Würzburg. „Darauf vertrauen wir und setzen darauf, dass Bundestag und Bundesrat die einheitlich sieben Prozent Mehrwertsteuer zeitnah beschließen.“

rtr
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