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Übernahme im HandelMigros schluckt Supermarktkette Tegut

Wochenlang war über den Deal spekuliert worden, jetzt ist er perfekt: Der Schweizer Migros-Konzern kauft die deutsche Lebensmittelkette Tegut. Er will mit der neuen Marke weiter wachsen. 11.10.2012 - 14:53 Uhr aktualisiert Artikel anhören

Der Name bleibt: Das Traditionsunternehmen Tegut gehört künftig zu Migros.

Foto: dpa

Zürich. Die Schweizer Handelsriese Migros wagt sich auf den umkämpften deutschen Lebensmittelmarkt und übernimmt die Filialen der Kette Tegut. Der Kauf beschränke sich auf das Handelsgeschäft, erklärten die Partner am Donnerstag in Zürich. Das Industrie- und Landwirtschaftsgeschäft von Tegut bleibe in den Händen der Gründerfamilie Gutberlet. Den Kaufpreis gaben die Partner nicht bekannt.

Die „Lebensmittel Zeitung“ (LZ) hatte kürzlich berichtet, die Geschäftslage von Tegut gelte als angespannt, er suche schon seit längerem nach einem Investor. Allerdings hatte Tegut-Vorstandschef Thomas Gutberlet noch vor drei Wochen alle Berichte über einen anstehenden Verkauf dementiert. Die Kette betreibt in Hessen, Thüringen und Bayern rund 300 Filialen und hat 6.300 Mitarbeiter. Der Umsatz belief sich im vergangenen Jahr auf 1,16 Milliarden Euro.

Die größten Einzelhändler der Welt
Best Buy (USA)Das US-Amerikaner aus Richfield, Minnesota sind einer der führenden Anbieter für Unterhaltungselektronik. Der Umsatz im Jahr 2010 betrug 50,27 Milliarden Dollar.
Walgreens (USA)Mit rund 7.000 Filialen in den USA und Puerto Rico, von denen ein Drittel 24 Stunden am Tag geöffnet sind, schafft es Walgreens unter die zehn größten Einzelhändler. Am Hauptsitz in Deerfield, Illinois, konnte man sich 2010 über einen Umsatz von 67,42 Milliarden Dollar freuen.
Home Depot (USA)Die Amerikaner bezeichnen sich selbst als größte Baumarktkette der Welt. Was den Umsatz angeht, haben sie recht. Mit rund 68 Milliarden Dollar kann keine andere Baumarktkette mitthalten.
Costco Wholesale (USA)Die 500 Cash&Carry-Märkte der US-Großhandelskette sind in den USA weit verbreitet. Der Hauptsitz liegt in der Kleinstadt Issaquah bei Seattle im Bundesstaat Washington. Mit 77,95 Milliarden Dollar fiel der Umsatz auch 2010 gigantisch aus.
Kroger Was als kleiner Lebensmittelladen in Cincinnati begann, ist mittlerweile einer der größten Supermarktketten der Welt. Im Jahr 2010 setzte der Lebensmittelhändler 82,19 Milliarden Dollar um.
Metro (Deutschland)Der deutsche Handelsriese aus Düsseldorf ist der drittgrößte Einzelhändler Europas. International erreicht der Dax-Konzern mit einem Umsatz von 89,08 Dollar im Jahr 2010 ebenfalls einen Spitzenplatz.
Tesco (Großbritannien)Die blau-weiße Handelskette aus Cheshunt gehört schon seit Jahren zu den größten Supermarktkonzernen. Weltweit betreiben die Briten 5390 Supermärkte Großbritannien 94,185 4,104 384.389 Einzelhandel Philip Clarke
CVS Caremark (USA)In der Kleinstadt Woonsocket im US-Bundesstaat Rhode Island ist die drittgrößte Handelskette der Welt beheimatet. Die Drogerie- und Pharmahändler setzten im Jahr 2010 rund 96,4 Milliarden Dollar um.
Carrefour (Frankreich)Kein europäischer Einzelhändler ist größer als Carrefour. Mit 471.755 Mitarbeitern weltweit machten die Franzosen im Jahr 2010 einen Umsatz von 120,3 Milliarden Dollar. Nur ein Einzelhändler setzte mehr um.
Walmart (USA)Unangefochten an der Spitze bleibt der Handelsgigant aus Bentonville, Arkansas. Gigantische 421,85 Milliarden Dollar setzte der Konzern 2010 um - bei einem Gewinn von 16 Milliarden Dollar. Weltweit beschäftigt der Konzern 2,1 Millionen Angestellte.

Der Firmenname Tegut soll in Deutschland erhalten bleiben. Das Sortiment der Tegut-Märkte könnte nach Ansicht von Branchenexperten aber erweitert sowie an das der Migros angepasst werden. Mit dem Kauf sind Wachstumspläne in Deutschland verbunden. „Wir machen zuerst Tegut fit für die Expansion“, sagte Migros-Geschäftsführer Jörg Blunschi. Es sei möglich, aus dem Tegut-Stammgebiet herauszuwachsen. Der Schweizer Konzern selbst betreibt in einigen Orten in Baden-Württemberg Märkte.

Die wertvollsten Fast-Food-Marken
Einmal jährlich berechnet das US-Marktforschungsinstitut Millward Brown den Markenwert der wertvollsten Fast-Food-Ketten der Welt. Handelsblatt Online zeigt, welche Marken besonders gut abschneiden. (Stand: Mai 2013)
Taco Bell - Markenwert: 1,99 Milliarden DollarDie berühmte Burrito-Kette verkauft ihre mexikanischen Spezialitäten vor allem in den USA. Zwei Millionen Kunden und 5800 Filialen machen die Möchtegern-Mexikaner zu dem Umsatztreibern des Fast-Food-Riesens Yum!-Brands.
Burger King - Markenwert: 2,44 Milliarden DollarWas die Größe betrifft sind die Erfinder des Whoppers der größte McDonalds-Konkurrent. Beim Markenwert spielt die Burgerkette trotz 12.700 Filialen in 73 Ländern weltweit aber in einer anderen Liga.
Panera - Markenwert: 3,03 Milliarden DollarDie Backshop-Kette ist neu in den Top 10. Dort gibt es Brötchen, aber auch kleine Speisen wie Suppen. Die Kette hat mehr als 1700 Filialen in den USA und Kanada.
Tim Hortons - Markenwert: 3,38 Milliarden DollarDurch rasantes Wachstum hat die kanadische Kette in ihrem Heimatland sogar McDonald's überholt. In den 3300 Filialen werden besonders Kaffee und Donuts verkauft.
Chipotle - Markenwert: 4,97 Milliarden DollarBurritos und Tacos sind die Klassiker bei der US-Kette, die mexikanisches Essen serviert. Das Unternehmen wurde vor 20 Jahren gegründet und gehörte zwischendurch ein paar Jahre zu McDonald's.
Pizza Hut - Markenwert: 6,01 Milliarden DollarDie 12.000 Filialen der weltgrößten Pizzakette gehören ebenfalls zum Yum!-Imperium. Statt mit der klassischen italienischen Pizza feiert die Kette vor allem mit Pan-Pizzen Erfolge, die in der Pfanne serviert werden.
Kentucky Fried Chicken (KFC) - Markenwert: 9,95 Milliarden DollarNoch heute lächelt KFC-Gründer Colonel Harland Sanders von jedem Eimer mit Hähnchenflügeln, der über die Ladentheke geht. Die Kette, die ebenfalls zu Yum! gehört, steht seit mehreren Jahren in der Kritik von Tierschützern.
Subway - Markenwert: 16,69 Milliarden DollarWährend Subway in den USA als beliebter Franchisepartner gilt, gingen der Sandwich-Kette in Deutschland reihenweise die Franchisenehmer von der Stange. Im Markenwert werden die US-Brötchengeber aber nur von zwei Konzernen geschlagen.
Starbucks - Markenwert: 17,89 Milliarden DollarDie Zeit des rasanten Wachstums ist vorbei. Die US-Kaffeekette wächst, aber die Wirtschaftskrise hinterlässt ihre Spuren in der Bilanz. Im Markenwert ist trotzdem keine Kaffeekette besser – und Starbucks hat im Vorjahresvergleich stark zugelegt.
McDonald's - Markenwert: 90,26 Milliarden DollarDas goldene M, Heimat von Big Mac und Chicken McNuggets, ist beim Markenwert einsam an der Spitze. Mit 34.000 Filialen in 118 Ländern gibt es kaum einen Winkel der Welt, in dem der Fast-Food-Riese nicht aktiv ist.

Die Lebensmittelkette Unternehmen war 1947 von Theo Gutberlet unter dem Namen Thegu gegründet worden, den er aus seinem Vor- und Nachnamen ableitete. 1955 erfolgte die Änderung in Tegut. Der heutige Tegut-Chef Wolfgang Gutberlet erklärte, er fühle sich bei der Führung des hessischen Traditionsunternehmens den Grundsätzen von Migros-Gründer Gottlieb Duttweiler verpflichtet. Die Unternehmensphilosophie beider Handelsunternehmen sei sehr ähnlich.

Warum Aldi billig ist
Es ist eine Gretchenfrage: Wie viele Artikel biete ich meinen Kunden an? 1946 ging es um nichts mehr als ums Sattwerden. Die Aldi-Brüder schauten auf ihren Tages- und Wocheneinkauf. Erst im Laufe der Jahre kamen Non-Food-Artikel hinzu – anfangs waren sie verpönt.
Mit der Zeit pendelte man sich bei 400 Artikeln ein. Inzwischen – in Zeiten der feiner werdenden Nuancen – ist die Zahl auf 900 Artikel gewachsen. Der Stellplatz in den Filialen hat natürliche Grenzen. Zudem ist Produktpflege ein aufwändiges Geschäft.
Von Beginn an galt bei den Albrechts das Gebot der Warengleichheit: In allen Filialen sollten die Kunden dieselben Produkte finden. Schnell ging es soweit, dass sie es sogar an derselben Stelle fanden.
Eine echte Revolution war die Einführung von Kühlware in den 70er-Jahren. Sowohl bei Aldi Nord als auch bei Aldi Süd gingen Grundsatz-Diskussionen voraus. Entgegen der Behauptungen gab es darüber aber keinen brüderlichen Zwist. Allerdings musste der vorpreschende Karl Überzeugungsarbeit leisten beim abwägenden Theo. Doch die Kühltruhe kam, erst im Kleinformat, dann immer mehr.
Seit Jahren macht andere Discounter wie Netto (vorher Plus) gute Geschäfte mit Markenartikeln. Aldi hat stets eine Aversion gegen sie gehabt. Auf der anderen Seite taten sich die Hersteller von Markenartikeln anfangs auch sehr schwer, bei einer Billigkette zu listen, als die Aldi galt.
Vereinfacht gesagt besteht Aldis größtes Problem darin, die erforderlichen Liefermengen von mehreren Anbietern zu beziehen. Bei vergleichenden Qualitätsstandards heißt es immer wieder: Bedarfsdeckung versus Preis. Gerade zu Ostern und Weihnachten ist es eine Sisyphusarbeit in Planung und Organisation, für ausreichend Waren zu sorgen und sie auf die Filialen zu verteilen.
Die Preisfindung in diesem „Wettkampf“ ist das eigentliche Erfolgsrezept Aldis. Als Marktführer, ausgestattet mit dem Hebel der Mengemacht, hat man hier natürlich Vorteile. Dabei bündeln Aldi Nord und Aldi Süd ihre Einkaufsstrategie in vielen Sortimenten. Auf der anderen Seite hat Aldi auch kein Interesse, die Lieferanten so sehr zu schröpfen, dass sie in den Ruin gehen.
Lieferanten unterliegen leicht der großen Verlockung, mit Aldi so zu verhandeln, dass die eigentlichen Kapazitätsgrenzen überschritten werden. Zwar kann man mit Aldi vermögend werden, aber das Risiko, sich zu sehr abhängig zu machen, ist groß. Denn Aldi streicht durchaus schnell einen Lieferanten. Fachleute raten dazu, maximal 50 Prozent seiner Produkte an Aldi zu verkaufen.
Die Wettbewerber sind dem Preisdiktat ausgesetzt. In den vergangenen Jahres war gut zu beobachten, was passiert, wenn Aldi die Preise für Alltagsprodukte wie Milch senkte: Die Konkurrenz zog innerhalb weniger Stunden nach. Preisvergleich und Preispolitik sind Tagesaufgaben.
Doch warum agieren die Discounter eigentlich so nah am „gerechten Preis“? Die Frage ist durchaus berechtigt, denn die Durchschnittskunde ist eigentlich sehr wenig mit den Preisen vertraut. Er stellt seinen Warenkorb den Bedürfnissen und Gepflogenheiten zusammen. Die meisten gehen nicht mit offenen Augen durch die Läden. Angebote werden auch bei Aldi sehr deutlich mit andersfarbigen Schildern gekennzeichnet, damit sie überhaupt auffallen. Umso wichtiger ist also, dauerhaft der Preisführer zu sein – und dieses Image zu pflegen.

Der Schweizer Einzelhandel-Marktführer Migros setzt mit der Übernahme von Tegut nach den Worten seines Präsidenten Edi Class eine Strategie des Wachstums im Ausland fort. „Expansion in der Schweiz ist für die Migros nur noch bedingt möglich“, sagte er in Zürich. Zugleich wachse der Lebensmittelhandel in Deutschland stärker als in der Schweiz. Der Konzern, der Märkte in der gesamten Schweiz sowie im grenznahen Ausland unterhält, ist ein Zusammenschluss verschiedener Unternehmensformen – Genossenschaften, Aktiengesellschaften und Stiftungen. Diese „Migros-Gemeinschaft“ wird als Gesamtheit durch den Migros-Genossenschafts-Bund (MGB) mit Sitz in Zürich vertreten.

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Paprika

Auch wenn momentan darüber diskutiert wird, dass Bio-Lebensmittel nur wenig gesünder als konventionelles Essen sind: Sicher ist, dass sie bei der Belastung mit Pestiziden deutlich besser abschneiden. Die Auswertung von Greenpeace hat ergeben, dass vor allem Paprika aus der Türkei die gesundheitlich bedenklichen Konzentrationen besonders häufig überschreitet. Über 20 Pestizide fanden die Experten in dem Gemüse. Das Online-Magazin „Utopia“ berichtet davon, dass beim Paprikaanbau oft die gefährliche Chemikalie Ethephon verwendet wird, um das Gemüse schneller einzufärben. Im menschlichen Körper soll Ethephon wie ein Nervengift wirken.

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Tafeltrauben

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Und auch in Birnen, die aus der Türkei importiert werden, finden sich Substanzen, die den Umweltschützern Sorgenfalten auf die Stirn treiben. In ihrer Analyse konnten die Greenpeace-Experten im Schnitt zehn Pestizide finden.

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Grünkohl

Auch wenn das Wintergemüse Grünkohl nicht jedermanns Sache ist: spätestens wenn man sich die Belastungen mit Pestiziden ansieht, kann einem der Appetit vergehen, denn häufig werden die gesetzlichen Höchstmengen für Pflanzenschutzmittelrückstände überschritten.

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Weinblätter

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Kirschen

Hohe Rückstände von Pflanzenschutzmitteln tauchen regelmäßig auch in Süß- und Sauerkirschen auf. Von Kirschen aus konventionellem Anbau sollte man lieber die Finger lassen und sie statt dessen aus Nachbars Garten oder vom Biomarkt naschen.

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Kopfsalat

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Wie gesund Salat wirklich ist, damit hat sich auch das WDR-Fernsehen beschäftigt. Die Zusammenfassung des Beitrags lesen Sie hier.

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Erdbeeren

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Stark, groß, lecker - aber sind Äpfel auch unbedenklich? Während Äpfel aus dem Biolandbau nahezu frei von Pestiziden sind, weisen Tester der Zeitschrift „Öko-Test“ darauf hin, dass vor allem konventionelle Produkte aus Südamerika problematisch sind. Trotzdem gibt es auch gute Nachrichten, denn der aktuelle Apfel-Test zeigt, dass viel weniger gespritzt wird und die meisten Früchte, die man hierzulande kaufen kann, frei von problematischen Rückständen sind.

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Spinat

Spinat macht nicht nur den Comic-Helden Popeye stark, sondern verhilft auch Sportlern zu mehr Muskelkraft. Verantwortlich soll das enthaltene Nitrat sein. Allerdings gilt auch hier wie so oft: Die Dosis macht das Gift. Häufig wird dem Boden Nitrat als Düngemittel zugesetzt, um den Ertrag der Ernte zu steigern. Im Körper kann der Stoff mit Keimen dann in das krebserregende Nitrit umgewandelt werden. Vor einigen Jahren fand Stiftung Warentest sogar Listeriene in Spinat, ein Stoff aus Tierkot, schreibt das Magazin „Utopia“. Bio-Spinat sei in dem Test dabei deutlich besser weggekommen.

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Berlin hat zwar neben München die meisten Spitzenlagen insgesamt, kommt aber in der Top Ten der erfolgreichsten Einkaufsmeilen nicht vor. Der innerstädtische Konkurrenzkampf ist wahrscheinlich zu groß: Neben dem Kudamm (Bild) zählen Tauentzienstraße, Alexanderplatz, Wilmersdorfer Straße und Friedrichstraße zu den „Hochfrequenz"-Einkaufsmeilen. Das bedeutet mehr als 5000 Menschen laufen hier pro Stunde entlang.

Foto: Handelsblatt

Das Segment der Luxusstraßen führt die Düsseldorfer Königsallee (5.935) unangefochten an, liegt im Gesamtranking aber auf Platz 33. Nach ihr kommt mit einigem Abstand erst der Neue Wall in Hamburg (2.835) und dann auf Platz 3 die Stuttgarter Stiftstraße (2.310). Darauf folgen die Münchner Maximilianstraße (1.800) und die Goethestraße in Frankfurt (1.520).

Foto: Handelsblatt

Platz 10

Die Neuhauser Straße ist nicht mehr Münchens meistbesuchte Straße. Waren es 2011 noch 13.515 Passanten, die pro Stunde hier entlang liefen, sind es inzwischen 9275 Fußgänger.

Foto: Handelsblatt

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Foto: Handelsblatt

Platz 8

Der Westenhellweg ist Dortmunds größte Einkaufsstraße. Die Fluglinie Easyjet warb im Ausland mit der „Prachtstraße", um Flüge in die westfälische Stadt an den Mann zu bringen. Der Verlauf der Straße hat eine lange Geschichte: Es handelt sich um einen mittelalterlichen Heer- und Handelsstraße, die schon Karl der Große genutzt haben soll.

Foto: Handelsblatt

Platz 7

Auf der Spitaler Straße in Hamburg wurden 9840 Passanten pro Stunde gezählt.

Foto: dpa

Platz 6

Die Flinger Straße in Düsseldorfs Altstadt schafft es zum ersten Mal nach weiter vorn im Ranking: Mit 10.150 Passanten springt sie von Platz 29 nach vorn. Auf der bisher beliebtesten Einkaufsstraße der Stadt finden umfangreiche Bauarbeiten statt, daher rühre die Verschiebung der Verhältnisse begründen die Mache der Studie von Jones Lang LaSalle. Foto: Marek Gehrmann

Foto: Handelsblatt

Platz 5

Eine zweite Hamburger Einkaufsmeile, die es unter die ersten zehn geschafft hat, ist die Mönckebergstraße mit 10.380 Passanten pro Stunde. Sie wurde 1909 dem Verkehr übergeben und benannt nach dem ehemaligen Bürgermeister der Hansestadt, Johann Georg Mönckeberg, der im Vorjahr der Einweihung gestorben war.

Foto: dpa

Platz 4

Die Königsstraße in Stuttgart misst immerhin 1,2 Kilometer. Sie durchzieht die baden-württembergische Landeshauptstadt: Vom Hauptbahnhof (hier vom Turm aus fotografiert) führt sie am Schlossplatz, dem Kunstmuseum und einigen Landesministerien vorbei. 11.335 Passanten bewegen sich hier pro Stunde entlang.

Foto: Handelsblatt

Platz 1: Kaufingerstraße in München

Die Kaufingerstraße ist das teuerste, was Deutschland zu bieten hat. 1239 wird die Straße erstmals erwähnt, als Zeuge tritt damals der Patrizier Chunradius Choufringer auf, der dann als Namensgeber diente. Im europäischen Vergleich zeigt sich allerdings, dass die Creme de la Creme wo anders liegt.

Jahresmiete pro Quadratmeter: 4.200 Euro

Monatsmiete pro Quadratmeter: 350 Euro

Veränderung zum Vorjahr: + 6,1 Prozent

(im folgenden Teil der Galerie sehen sie die teuersten europäischen Einkaufsstraßen)

Foto: Handelsblatt

Platz 4: Schildergasse in Köln

Vor allem zur Weihnachtszeit drängen sich durch die schmale Einkaufspassage unglaubliche Menschmassen. Dann ist es kaum möglich von der einen Straßenseite zur anderen zu gelangen. Das kann in der vorweihnachtlichen Zeit gut und gerne mal eine kleine Ewigkeit dauern. Insgesamt ist die Schildergasse rund 500 Meter lang. Untersuchungen haben ergeben, dass in diesem Jahr durchschnittlich knapp 13.000 Besucher pro Stunde die Einkaufsstraße durchliefen.

Jahresmiete pro Quadratmeter: 3.360 Euro

Monatsmiete pro Quadratmeter: 280 Euro

Veränderung zum Vorjahr: + 7,7 Prozent

Foto: dpa

Platz 3: Die Zeil in Frankfurt am Main

Die Einkaufsstraße in Deutschlands Finanzmetropole ist die am stärksten frequentierte Shopping-Meile in der Republik. In den 70er Jahren wurde aus der Zeil eine reine Fußgängerzone. Mit 500 Metern Länge gehört die Einkaufspassage in Frankfurt zum mittleren Schnitt.

Jahresmiete pro Quadratmeter: 3.480 Euro

Monatsmiete pro Quadratmeter: 290 Euro

Veränderung zum Vorjahr: + 7,4 Prozent

Foto: dpa
dpa, dapd, rtr
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