Action: Was hinter dem Erfolg des Discounters steckt
Düsseldorf. An einem Donnerstag, Anfang November, um 12.30 Uhr, ist der Action-Laden in Düsseldorf-Unterrath proppenvoll.
Zwischen leeren Kartons, Rollcontainern und Lagerregalen drängen sich Menschen, um Schokolade, Pflegeartikel, Kerzen, Lampenöl, Kloreiniger und Weihnachtskugeln zu kaufen. Es ist eine scheinbar willkürliche Warenwelt, bei der sich Proteinpulver und elektrischer Schuhtrockner gegenüberstehen.
Doch was an einen Basar erinnert, ist ein auf Effizienz getrimmter Einzelhändler.
So wie in Düsseldorf-Unterrath betreibt Action inzwischen 3190 Filialen in 14 europäischen Ländern. Der Non-Food-Discounter expandiert im Eiltempo. Action steigerte Jahr für Jahr seinen Umsatz auf inzwischen fast 14 Milliarden Euro (2024), eroberte immer wieder neue Länder, zuletzt etwa die Schweiz, Rumänien und Portugal.
Für seinen mehrheitlichen Eigentümer 3i und dessen Manager ist Action in etwa das, was man im Baseball als einen Homerun bezeichnen würde. Einer der wohl lukrativsten Private-Equity-Deals aller Zeiten. Ein Once-in-a-Lifetime-Investment.
2011 investierte der britische Finanzinvestor laut Geschäftsbericht 114 Millionen Pfund in Action mit seinen damals 245 Filialen. Heute, mehr als 14 Jahre später, bewertet 3i seine Beteiligung an Action mit knapp 21 Milliarden Pfund – das 188-Fache.