Erfolgsformel von Inditex: Was den Zara-Mutterkonzern so sexy macht
Dekoration und Einrichtung gibt die Konzernzentrale minutiös vor.
Foto: HandelsblattArteixo. Dieser Mann verzichtet auf sämtliche Insignien der Macht, seit jeher. Amancio Ortega, zweitreichster Mann der Welt und Gründer des nach Marktkapitalisierung weltgrößten Textilkonzerns Inditex, sitzt wie immer im Großraumbüro von Zara und teilt sich den Schreibtisch mit seiner Sekretärin. Vor ihm eine lange Reihe von Tischen, an denen sich die Country Manager der Marke gegenübersitzen. Ortega hat zwar keinen aktiven Posten mehr in dem Konzern, fährt mit seinen 80 Jahren aber immer noch jeden Morgen in die Firma, die ihm gehört, er hält 59 Prozent der Aktien. Weitere fünf Prozent besitzt seine Tochter Sandra, der Rest ist im freien Handel.
Ortegas Art, sich unter die Mitarbeiter zu mischen, jeden nach seiner Meinung zu fragen und stets noch bessere Lösungen zu suchen, hat eine spezielle Unternehmenskultur geschaffen. Eine Kultur der flachen Hierarchien, prompten Entscheidungen und schnell wechselnden Kollektionen. Inditex hat damit die Modebranche durcheinandergewirbelt. Die Konkurrenz eifert inzwischen dem Beispiel der Spanier nach.