Automobile: Mercedes wird bei den Luxuslimousinen zur Konkurrenz für BMW
München, Wien. In der Welt der Premiumautos ist BMW seit drei Jahren die globale Nummer eins. Kein anderer Hersteller verkauft mehr Fahrzeuge zu gehobenen Preisen als die Münchener. Doch ausgerechnet in der besonders prestigeträchtigen Kategorie der Luxuslimousinen, mit denen sich satte Gewinnmargen jenseits von 20 Prozent erzielen lassen, fährt BMW weiter hinterher.
Vor gut einem Jahr startete die neue Generation der 7er-Reihe. Die große Limousine zu Preisen ab 115.700 Euro verkaufte sich bislang allerdings schlechter als erhofft. Offiziell nennt BMW keine Zahlen für das Modell.
Intern haben die Bayern freilich damit kalkuliert, deutlich mehr als 60.000 Siebener im Jahr 2023 verkaufen zu können. Am Ende sind es um die 50.000 Stück geworden, erfuhr das Handelsblatt aus Konzernkreisen.
Lediglich etwas mehr als 10.000 Einheiten davon entfallen auf die Elektrovariante i7. Die Lücke zu Mercedes ist damit weiterhin groß. Das belegen auch Zahlen des Datendienstleisters Marklines, die dem Handelsblatt exklusiv vorliegen.
Demnach konnte BMW von seinem Top-Fabrikat von Januar bis November 2023 nur etwa 34.000 Stück an Kunden in den 62 wichtigsten Pkw-Märkten der Welt ausliefern. Zum Vergleich: Mercedes verkaufte im selben Zeitraum mit 71.000 Einheiten der S-Klasse sowie deren vollelektrischem Pendant EQS mehr als doppelt so viele Luxuslimousinen.