Auch BASF betroffen: Chinas Exporte verschärfen Krise in der Chemie-Industrie
Düsseldorf. Die Chemieindustrie kommt 2024 nicht aus der wirtschaftlichen Schwäche und wird auf absehbare Zeit weiter an einem massiven Überangebot leiden. Getrieben wird dies vor allem von China. Weil es im Inland an Nachfrage fehlt, exportiert China Chemikalien in Rekordhöhe und forciert so deren Preisverfall.
Das zeigt eine Datenanalyse des branchenführenden Marktforschers ICIS und des Handelsblatts. Betroffen von den Folgen sind vor allem Deutschland und Europa. Die Überkapazitäten finden sich vor allem in der Basischemie, etwa bei einfachen Massenkunststoffen.
Nach Angaben von ICIS hat China seit 2020 riesige Mengen an neuen Kapazitäten in diesem Segment in Betrieb genommen und drängt damit jetzt zunehmend auf den Weltmarkt. Dort aber ist die Nachfrage weiterhin schwach, denn der erhoffte globale Aufschwung blieb bisher aus.
Das drückt auf die Preise und damit auf die Gewinnspannen der Basischemie-Hersteller. Betroffen in Deutschland ist beispielsweise der Dax-Konzern BASF. Bei dem Ludwigshafener Unternehmen stehen weitere Anlagen vor dem Aus – ebenso bei Konkurrenten in Europa.