1. Startseite
  2. Unternehmen
  3. Mittelstand
  4. Familienunternehmer
  5. Leadership-Talk: Susanne Kunschert über Glaube, Gebete und Gefühle: „Ich verstecke mich nicht“

Leadership-TalkSusanne Kunschert über Glaube, Gebete und Gefühle: „Ich verstecke mich nicht“

Die Pilz-Chefin ist bekennende Christin und fühlt sich den Menschen beim Automatisierungsspezialisten sehr nah. Dennoch ist sie überzeugt: „Die Firma ist kein Paradies.“Kirsten Ludowig 06.01.2024 - 07:55 Uhr
Leadership-Talk: Kirsten Ludowig (l.) und Pilz-Chefin Susanne Kunschert. Foto: Max Brunnert, Pilz [M]

Düsseldorf. Ob in Politik, Wirtschaft oder Gesellschaft: Leadership ist das Thema der Stunde. Deswegen spricht Handelsblatt-Vizechefredakteurin Kirsten Ludowig im Leadership-Talk mit Topmanagerinnen, Unternehmerinnen und anderen klugen Köpfen über Führung in allen Facetten – und nicht über Strategien oder Zahlen. Dieses Mal mit Familienunternehmerin Susanne Kunschert, Co-Chefin beim Automatisierungsspezialisten Pilz.

Frau Kunschert, das Jahr 2023 war schwierig. Waren Sie mal am Limit?

Nein.

Das kann ich kaum glauben!

Das mag tatsächlich schwer zu glauben sein. Aber meine Batterie läuft nicht leer, weil ich sie immer rechtzeitig wieder auflade.

Und was ist Ihr Geheimnis?

Ich mache täglich Gebetspausen, in denen alles in mir und um mich herum zur Ruhe kommt. Das führt zu innerer Freiheit und gibt mir jedes Mal neue Energie.

Vita Susanne Kunschert
Susanne Kunschert studierte Betriebswirtschaft an der Universität Regensburg. Ab 1997 arbeitete sie beim Anlagenbauer Dürr in den USA und England und im Anschluss daran als Wirtschaftsprüfungsassistentin bei Ernst & Young in Stuttgart. Seit 2002 ist sie geschäftsführende Gesellschafterin der Pilz GmbH & Co. KG, wo sie unter anderem für Personal, Finanzen und Vertrieb verantwortlich ist. Kunschert ist zudem Aufsichtsrätin von Südzucker und dem Karlsruher Institut für Technologie (KIT). Die 53-Jährige ist verheiratet und hat einen Sohn.
1948 als Glasbläserei gegründet, hat sich das Familienunternehmen immer wieder gewandelt. Die Schwaben wurden berühmt durch den roten Notausschalter, der überall in der Industrie zu finden ist. Inzwischen erstreckt sich die Sicherheitstechnik von Pilz auch auf die optische und digitale Überwachung von Industrieanlagen und den Schutz vor unbefugten Zugriffen aus dem Netz. 1975 starb Eigentümer Peter Pilz bei einem Flugzeugabsturz. Seine Frau Renate führte das Unternehmen weiter, zunächst aus dem Beirat und dann auch operativ. 2017 übernahmen ihre Kinder Susanne Kunschert und Thomas Pilz das Unternehmen mit 2500 Beschäftigten und 403 Millionen Euro Umsatz im Geschäftsjahr 2022.

Wie machen Sie das im Alltag? Beten Sie zu festen Zeiten oder bei Bedarf?

Es gibt ein Büchlein, das heißt „Magnificat“. Da sind ein Morgengebet und ein Abendgebet drin. Und dann natürlich vor dem Essen. Ich bete auch im Auto, aber seit ein paar Monaten habe ich eine Fahrgemeinschaft mit zwei Mitarbeitern. Da reden wir über die Arbeit oder hören Musik. Doch wenn ich allein von der Firma heimfahre, das sind so 20 Minuten, übergebe ich den Tag an Jesus, entlade mich sozusagen geistig. Wenn ich das Bedürfnis habe, bete ich während Terminen, also zweigleisig. Wenn man das übt, ist das Gebet neben dem Gespräch möglich.

Unsere Partner
Anzeige
remind.me
Jetziges Strom-/Gaspreistief nutzen, bevor die Preise wieder steigen
Anzeige
Homeday
Immobilienbewertung von Homeday - kostenlos, unverbindlich & schnell
Anzeige
IT Boltwise
Fachmagazin in Deutschland mit Fokus auf Künstliche Intelligenz und Robotik
Anzeige
Presseportal
Direkt hier lesen!
Anzeige
STELLENMARKT
Mit unserem Karriere-Portal den Traumjob finden
Anzeige
Expertentesten.de
Produktvergleich - schnell zum besten Produkt