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InformationstechnologieAngeschlagene IT-Firma Atos ernennt neuen Chef – Restrukturierung stockt

Das französische IT-Unternehmen hat den bisherigen Finanzvorstand zum neuen Chef ernannt. Dieser wird vor allem Übernahmeverhandlungen mit dem tschechischen Milliardär Daniel Kretinsky führen. 15.01.2024 - 10:26 Uhr

Paris. Die angeschlagene IT-Firma Atos bekommt einen neuen Chef aus den eigenen Reihen. Der bisherige Finanzvorstand Paul Saleh übernehme den Posten von Yves Bernaert, teilte das französische Unternehmen am Montag mit. Es ist der vierte Chefwechsel beim finanziell strauchelnden Konzern binnen weniger als zwei Jahren.

Saleh werde sich weiter darum kümmern, die Schulden zu refinanzieren, die Verlust-Sparte Tech Foundations an den tschechischen Milliardär Daniel Kretinsky zu veräußern und das Cybersicherheits-Geschäft BDS (Big Data & Security) an Airbus zu verkaufen. Neuer Finanzchef werde Jacques-Francois de Prest, der zuvor beim französischen Autozulieferer Mobivia und dem britischen Mobilfunker Vodafone tätig war.

Derweil berichtete die französische Zeitung „Les Echos“, dass Atos bei seiner Restrukturierung mit Problemen zu kämpfen habe. Eigentlich will das Unternehmen sein defizitäres Kerngeschäft Tech Foundations an Kretinsky verkaufen, doch die exklusiven Verhandlungen dauerten länger als geplant.

Dabei braucht Atos dringend Geld: Allein in den nächsten zwölf Monaten müssen mehr als zwei Milliarden Euro refinanziert werden. Bisher war die Rede davon, dass Kretinskys Holding EPEI 100 Millionen als Kaufpreis zahlen und 1,9 Milliarden Euro Schulden übernehmen sollte. Einen Antrag auf Eröffnung eines Vergleichsverfahrens mit Gläubigern hat Atos eigenen Angaben zufolge bisher aber nicht gestellt.

Für die nächsten Tage sei ein letzter Verhandlungsversuch zwischen den Parteien angesetzt, schreibt „Les Echos“ unter Berufung auf eine mit der Angelegenheit vertraute Person. Atos und Kretinsky nahmen bislang keine Stellung zu einer Anfrage.

An der Pariser Börse brachen die Atos-Aktien um bis zu 16 Prozent ein. Seit Jahresbeginn haben die Wertpapiere bislang rund 40 Prozent an Wert eingebüßt.

rtr
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