Kryptowährung: So weit könnte der Bitcoin kurzfristig fallen
Düsseldorf. Seit dem vergangenen Donnerstag können US-Anleger börsengehandelte Fonds kaufen, die die Entwicklung des Bitcoin-Kurses direkt abbilden (Spot-ETF). Für die älteste und wichtigste Kryptowährung ist das ein wichtiger Schritt, um in der Finanzwelt stärker akzeptiert zu werden.
Das erhoffte Kursfeuerwerk blieb bislang aber aus. Zwar erreichte der Bitcoin-Kurs kurz nach dem Handelsstart der Spot-ETFs mit knapp 49.000 US-Dollar den höchsten Stand seit Dezember 2021, fiel danach aber zeitweise unter die Marke von 42.000 Dollar.
Am Montag notiert der Bitcoin laut Daten der Analyseseite Coingecko bei rund 43.000 Dollar. Kurzfristig könnten die Kurse aber noch mal fallen.
Denn Gewinnmitnahmen nach einem wichtigen Ereignis sind ein übliches Vorgehen. Krypto-Analyst Timo Emden meint daher: „Nach dem historischen Meilenstein könnten Investoren nun nach dem Motto ‚Buy the rumor, sell the fact‘ agieren und der jüngsten Hausse ein jähes Ende bereiten.“ In den drei Monaten vor der ETF-Zulassung war der Fonds um 70 Prozent gestiegen.
„Buy the rumor, sell the fact“ beschreibt ein Vorgehen, beim dem Spekulanten bereits vor einem wichtigen Ereignis darauf setzen, dass es eintritt. Das lässt die Kurse im Vorfeld steigen. Tritt das Ereignis ein, ist es eingepreist und Spekulanten realisieren ihre Gewinne. Dadurch fallen die Kurse im Anschluss.