Versicherung: Darüber haben Kunden sich 2023 am häufigsten beschwert
Frankfurt. Im abgelaufenen Jahr haben sich wieder mehr Verbraucher über ihren Versicherer oder Versicherungsvermittler beschwert. 2023 sind bei der Schlichtungsstelle mehr als 18.000 Beschwerden eingegangen, 13,4 Prozent mehr als im Vorjahr. Besonders viele Fälle entfielen unter anderem auf die Lebens- und die Kfz-Versicherung. Insgesamt liegen die Beschwerdezahlen wieder in etwa auf dem Niveau der Vorjahre, nachdem sie 2022 vorübergehend zurückgegangen waren.
An den sogenannten Versicherungsombudsmann wenden sich die Verbraucher bei Streitigkeiten mit ihrem Versicherer oder Vermittler. Je nach Ergebnis seiner Prüfung spricht er eine Empfehlung aus, unterbreitet einen Schlichtungsvorschlag oder erläutert die Sach- und Rechtslage in verständlicher Sprache. Er kann Versicherer bis zu einem Betrag von 10.000 Euro zur Leistung verpflichten.
Alternativ gibt es für die Versicherten die Möglichkeit, sich bei der Finanzaufsicht Bafin zu beschweren. Laut einem Behördensprecher ist auch hier die Zahl der Beschwerden im Jahr 2023 im Vergleich zu 2022 wieder gestiegen. Die Zahl der Beschwerden bewege sich aktuell ungefähr auf dem Niveau von 2019.