Jobsharing bei Edding: So funktioniert Teilzeit im Vorstand
Berlin. Fränzi Kühne und Boontham Temaismithi teilen sie sich beim Schreibwarenhersteller Edding einen Job. Und zwar nicht irgendeinen, sondern einen Vorstandsjob als Chief Digital Officer (CDO). Damit sind sie eine echte Ausnahme, auf Vorstandsebene ist Jobsharing sehr selten in Deutschland.
Temaismithi ist außerdem Investor und Berater, Kühne ist Autorin, Speakerin, Buchautorin und Aufsichtsratsmitglied. Trotzdem sagt sie: „Ich habe mir die perfekte Balance zwischen Arbeit und Leben gebaut.“
Im Interview geben die beiden Einblicke in ihren Alltag als Tandemvorstand, erklären, wie sie sich vor Überarbeitung schützen und wieso es dafür manchmal auch einen Wellnesstermin an einem Mittwochvormittag braucht.
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Frau Kühne, wenn man die Möglichkeit bekommt, im Vorstand eines großen Unternehmens zu arbeiten, wieso sagt man dann: „Das ist ein tolles Angebot, aber ich will mir die Stelle gern teilen"?
Kühne: Per Ledermann, der CEO von Edding, hatte mir angeboten, auf Vorstandsebene ein neues Digitalressort aufzubauen. Ich war von der Idee direkt begeistert, aber es ist auch eine Aufgabe mit sehr viel Verantwortung, die sehr viel Zeit erfordert. Ich kam gerade aus einem Vollzeitjob und hatte mir vorgenommen, nicht mehr so zu arbeiten.