Autoindustrie: VW hält an Plänen für Elektroautos in Nordamerika fest
Detroit. Volkswagen hält an seinen Plänen fest, bis 2030 in Nordamerika 25 Elektrofahrzeugmodelle für alle Marken des Konzerns auf den Markt zu bringen. Der Autobauer sei aber bereit, sich anzupassen, wenn sich der Markt verändern sollte, sagte Pablo Di Si, Leiter des Nordamerika-Geschäfts von Volkswagen, am Donnerstag zu Reuters. „Wenn ich mir die Daten vom Januar anschaue, wächst das Segment der Elektrofahrzeuge weiter“, fügte Di Si in einem Videointerview vor einer Rede am Rande der Chicago Auto Show hinzu.
Der Anteil der Elektrofahrzeuge an den nordamerikanischen Fahrzeugverkäufen lag im Januar bei 8,5 Prozent verglichen mit knapp acht Prozent im vergangenen Jahr. Allerdings verlangsame sich das Wachstumstempo. Um den Absatz von Elektrofahrzeugen „in Mittelamerika“ zu steigern, seien mehr Investitionen in die Ladeinfrastruktur und eine kontinuierliche Unterstützung durch die Regierung erforderlich. General Motors und Ford haben als Reaktion auf das verlangsamte Nachfragewachstum ihre Investitionen in Elektrofahrzeuge zurückgefahren.
Volkswagen plant, in den USA weitere EV-Modelle anzubieten. Der elektrische Kleinbus ID.Buzz und die Limousine ID.7 sollen noch in diesem Jahr auf dem US-Markt eingeführt werden, dürften aber keine hohen Verkaufszahlen erreichen, wie Di Si sagte.
SUVs sind das volumenstärkste Segment auf dem US-Markt. Volkswagen entwickelt mittelgroße und größere Elektro-SUVs, um die Verkäufe in Richtung des Ziels voranzutreiben, bis 2030 zehn Prozent des US-Marktes für alle Marken des Konzerns zu erobern.
Das nordamerikanische Elektroauto-Angebot des Volkswagen-Konzerns wird 2026 auch um in den USA hergestellte SUVs erweitert, die unter der wiederbelebten Marke Scout verkauft werden.