Börse Asien: Anleger an asiatischen Börsen halten sich vor US-Daten zurück
Tokio/Singapur. Die asiatischen Börsen haben am Donnerstag keine einheitliche Richtung gefunden. In Tokio stieg der Nikkei-Index um 0,3 Prozent auf 38.807 Punkte. Der breiter gefasste Topix-Index zog um 0,5 Prozent an. In China notierte die Börse in Shanghai 0,2 Prozent schwächer.
Anleger hielten sich vor den am Nachmittag anstehenden Daten zu den US-Erzeugerpreisen zurück. Die Daten fließen in den Kernpreisindex für die persönlichen Konsumausgaben (PCE) ein. Der sogenannte PCE-Deflator ist der bevorzugte Indikator der US-Notenbank für ihre Geldpolitik, weswegen sich Investoren Signale für den weiteren Zinsweg erhoffen.
Japanische Energieaktien gehörten zu den größten Gewinnern. Der Branchenindex kletterte um 4,1 Prozent. Aktien von Tokyo Electric Power zogen um 6,8 Prozent an. Im Automobilsektor stiegen Nissan Motor um 2,2 Prozent. Lokalen Medienberichten zufolge erwägt der Autobauer eine Kooperation mit Honda Motor. Dabei könnte es um eine Zusammenarbeit im E-Auto-Bereich gehen.
Kurse der Chiphersteller fallen
Chipaktien präsentierten sich nach den Kursverlusten ihrer US-Pendants schwächer. Tokyo Electron verloren rund 0,5 Prozent, Advantest fielen um 2,3 Prozent. „Japans wichtigste Chipaktien spiegeln die schwache Performance der US-Chipaktien wider. Es scheint, als sei der Hype um Nvidia vorbei“, sagte Shigetoshi Kamada von Tachibana Securities.
„Damit der Nikkei wieder über die Marke von 40.000 Punkten steigt, müssen Tokyo Electron und seine Konkurrenten ordentlich zulegen.“ Am Donnerstag verloren Tokyo Electron 1,82 Prozent und Advantest 2,87 Prozent. Der Hersteller von Siliziumwafern Shin-Etsu Chemical büßte 1,83 Prozent ein. Raffinerien stiegen um 4,24 Prozent und waren damit Spitzenreiter unter den 33 Branchen-Subindizes an der Tokioter Börse, während Eneos Holdings um 5,14 Prozent zulegten.
In China hofften Anleger auf staatliche Stützen für den Gesundheitssektor. Branchentitel wie der Pharmakonzern Hengrui und die Biotech-Firma Beigene sprangen um mehr als fünf beziehungsweise mehr als acht Prozent in die Höhe.
In Asien zogen die Ölpreise aufgrund der starken Nachfrage in den USA an: Die Benzinvorräte erreichten ein Dreimonatstief und die Rohöllagerbestände gingen unerwartet zurück, während nach den ukrainischen Angriffen auf russische Raffinerien weiterhin Versorgungsängste bestehen. Die Nordseesorte Brent verteuerte sich um 19 Cent oder 0,23 Prozent auf 84,22 Dollar pro Barrel (159 Liter), die leichte US-Sorte WTI um 15 Cent oder 0,19 Prozent auf 79,87 Dollar pro Barrel.