Immobilien: Sechs Lehren für Mieter und Anleger aus den Vonovia-Zahlen
Frankfurt. Die Börse fällte ihr Urteil wie gewohnt schnell und hart: Der Aktienkurs des Dax-Konzerns Vonovia fiel am Freitagmittag um fast sieben Prozent, nachdem der größte Wohnungskonzern Deutschlands am Vorabend seine Jahreszahlen vorgelegt hatte. Kein anderes Dax-Papier performte schwächer.
Das Votum der Analysten fiel etwas wohlwollender aus. Der Immobilienkonzern habe die Markterwartungen weitgehend erfüllt, schrieb Analyst Neil Green von der US-Bank JP Morgan. Die operative Performance und die Höhe der Immobilienabwertungen liegen im Rahmen der Erwartungen, urteilte auch Karsten Oblinger, Analyst der DZ Bank.
Tatsächlich zeichnen die Jahresziffern, die Vorstandschef Rolf Buch am Freitag in einer Telefonkonferenz erläuterte, ein Bild starker Kontraste. So riss die Krise auf dem Immobilien-Markt den XXL-Vermieter 2023 unter dem Strich tief in die roten Zahlen. Der Bochumer Konzern verbuchte nach Abwertungen seines Bestands im vergangenen Jahr einen Verlust von 6,7 Milliarden Euro. Dennoch sollen die Anteilseigner eine höhere Dividende als im Jahr zuvor erhalten. Im Folgenden sechs Lehren, die sich aus den Jahreszahlen ziehen lassen.