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HandelBiden will 100-Prozent-Zoll auf chinesische Elektroautos

In den vergangenen Monaten näherten sich die USA und China wieder an. Nun erwägt der US-Präsident Berichten zufolge jedoch neue Zölle – auf strategisch wichtige Branchen. 10.05.2024 - 17:46 Uhr aktualisiert
Joe Biden: Der US-Präsident hat bereits höhere Zölle auf Stahl und Aluminium angekündigt. Foto: AP

Düsseldorf. Die US-Regierung erwägt Medienberichten zufolge neue Zölle für einige Waren aus China, darunter Elektrofahrzeuge. Das geht aus einem Bericht der Finanznachrichtenagentur „Bloomberg“ hervor. Das „Wall Street Journal“ berichtet auch über eine konkrete Zahl: Der E-Auto-Zoll soll von aktuell 25 auf 100 Prozent steigen. Beide Medien berufen sich auf informierte Kreise.

Auch sollen die Halbleiter- und Solarbranchen von den Zöllen betroffen sein. Die Ankündigung soll demnach am kommenden Dienstag erfolgen.

Die Regierung soll sich laut „Bloomberg“ auf Bereiche konzentriert haben, die nicht nur für den strategischen Wettbewerb, sondern auch für die nationale Sicherheit von Interesse sind.

Yuan gibt nach

Die Landeswährung Yuan fiel nach den Nachrichten zunächst. Das chinesische Außenministerium und das Handelsministerium antworteten dem Bloomberg-Bericht zufolge am Freitagmorgen nicht sofort auf Anfragen nach einer Stellungnahme.

Bereits im vergangenen Monat hatte US-Präsident Joe Biden deutlich höhere Zölle auf Importe aus China angekündigt. Auf einer Wahlkampfveranstaltung Mitte April sagte Biden, er wolle die Zölle auf Stahl und Aluminium aus der Volksrepublik verdreifachen.

Die Zölle sollen auf strategisch wichtige Bereiche abzielen. Foto: VIA REUTERS

Bei der Veranstaltung erklärte der US-Präsident seine Haltung zu Exporten aus dem Land: „Sie fluten die Märkte mit billigen Produkten.“ Die Folgen der günstigen Importe seien in den USA bereits spürbar. Die USA wehrten sich gegen Chinas „unfaire Wirtschaftspraktiken und industrielle Überkapazitäten“, sagte Biden vergangenen Monat. „Ich bin nicht auf einen Kampf mit China aus. Ich will Wettbewerb, aber fairen Wettbewerb“.

Hartes Auftreten gegenüber China

Biden und sein Herausforderer im US-Präsidentschaftswahlkampf, Ex-Präsident Donald Trump, treten hart gegenüber China auf. So versprach Trump, im Falle seiner Wiederwahl die Zölle auf alle chinesischen Importe um 60 Prozent zu erhöhen.

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Bidens mögliche Ankündigung kommt zu einer Zeit, nachdem sich die Beziehungen seines Landes zu China in den vergangenen Monaten  stabilisiert hatten.

Nach dem Treffen des US-Präsidenten mit seinem chinesischen Amtskollegen in Kalifornien im vergangenen November sagte Biden, dass sie „echte Fortschritte“ erzielt hätten. Anfang April telefonierten Biden und Chinas Staatschef Xi Jinping miteinander, in dem Monat tauschten sich auch die Verteidigungsminister beider Staaten erstmals seit 2022 wieder aus.

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