1. Startseite
  2. Finanzen
  3. Märkte
  4. Marktberichte
  5. Dow Jones, S&P 500, Nasdaq: Wall Street schließt nach enttäuschenden Konjunkturdaten uneinheitlich

Dow Jones, S&P 500, NasdaqWall Street schließt nach enttäuschenden Konjunkturdaten uneinheitlich

Während schwache Konjunkturdaten die Stimmung an der Wall Street trüben, ist der Chipkonzern Nvidia wieder im Aufwind. Derweil sorgte eine Börsenpanne zwischenzeitlich für Verwirrung. 03.06.2024 - 19:52 Uhr aktualisiert
Der überraschende Rückgang des Barometers für die Stimmung der US-Einkaufsmanager drückt die US-Werte. Foto: Reuters

Frankfurt. Enttäuschende US-Konjunkturdaten haben der Wall Street am Montag zugesetzt. Die wichtigsten Indizes zeigten sich uneinheitlich: Der US-Standardwerteindex Dow Jones fiel um 0,3 Prozent auf 38.571 Punkte. Der breit gefasste S&P 500 schloss kaum verändert bei 5283 Zählern. Der technologielastige Nasdaq legte dagegen 0,6 Prozent auf 16.829 Zähler zu.

„Nach dem kraftvollen Schluss vom Freitag ist etwas die Luft raus“, sagte Analyst Bret Kenwell vom Online-Broker eToro. „Wenn man dann noch die Meme-Aktien und die Technik-Panne hinzufügt, ist es kein Wunder, dass die Märkte heute hin- und herschwanken.“

Gamestop meldete mit einem Kurssprung von zeitweise knapp 73 Prozent in den Schlagzeilen zurück. Zuvor hatte der US-Bürger Keith Gill, der unter dem Namen „Roaring Kitty“ bekannt ist, auf der Online-Plattform Reddit seine 116 Millionen Dollar schwere Wette auf Kursgewinne des Videospiele-Händlers öffentlich gemacht.

Gill war eine zentrale Figur bei den Kurskapriolen sogenannter Meme-Aktien von 2021. Damals hatten sich Kleinanleger in einschlägigen Internet-Foren gegenseitig zum Kauf ermuntert und großen Hedgefonds, die auf Kursverluste gesetzt hatten, teilweise milliardenschwere Verluste zugefügt. Am Ende lag das Plus bei 21 Prozent.

Technische Panne: Buffett-Aktie stürzt um 99 Prozent ab

Eine technische Panne hatte an der New Yorker Börse (NYSE) bei einigen Werten Kursausschläge ausgelöst. Deren Handel wurde daraufhin kurzzeitig unterbrochen. Der NYSE-Betreiber Intercontinental Exchange teilte mit, dass das Problem behoben sei.

Unter anderem waren die Aktien von Berkshire Hathaway, der Investmentfirma des Börsen-Gurus Warren Buffett, und des Bergbaukonzerns Barrick Gold um jeweils etwa 99 Prozent abgestürzt. Die fehlerhafte Kursentwicklung wurde korrigiert. 

US-Konjunktur schwächelt – Spekulationen um Fed-Politik

Kopfzerbrechen bereitete Börsianern der überraschende Rückgang des Barometers für die Stimmung der US-Einkaufsmanager auf 48,7 Punkte. Dies signalisierte einen wirtschaftlichen Abschwung. Die Bauausgaben sanken ebenfalls. Diese Zahlen schürten zwar die Spekulationen auf eine baldige US-Zinssenkung, sagte Helaba-Analyst Ralf Umlauf. „Eine Lockerung bereits in diesem Monat bleibt aber unwahrscheinlich.“ Die Fed berät in der kommenden Woche über ihre Geldpolitik.

Am Devisenmarkt gab der Dollar-Index, der den Kurs zu wichtigen Währungen widerspiegelt, als Reaktion auf die Konjunkturdaten 0,5 Prozent nach.

Blick auf die Einzelwerte

Nvidia: Am Aktienmarkt gehörte Nvidia mit einem Kursplus von fast fünf Prozent zu den Favoriten, nachdem der Chip-Konzern am Wochenende für 2026 eine neue Generation seiner Hochleistungsprozessoren für Künstliche Intelligenz (KI) angekündigt hatte. Außerdem soll künftig jedes Jahr eine neue Modellfamilie auf den Markt kommen. Nvidia beherrscht etwa 80 Prozent des Weltmarktes für KI-Chips, die pro Stück mehrere Zehntausend Dollar kosten können. Seit dem Siegeszug von ChatGPT & Co reißen sich Software-Hersteller und Cloud-Anbieter um diese Prozessoren für ihre rechenintensiven KI-Programme.

AMD: AMD will dem Weltmarktführer mit eigenen KI-Chips Paroli bieten. Anleger bezweifelten allerdings, ob der Halbleiter-Konzern Nvidia größere Marktanteile abjagen kann. AMD-Papiere verbilligten sich um zwei Prozent.

Verwandte Themen
Künstliche Intelligenz
USA

Spotify: Gefragt waren auch die Titel von Spotify, die sich zeitweise um 5,7 Prozent verteuerten. Der Musikstreaming-Dienst hebt in den USA die Preise für seine Premium-Abonnements an, um seine Gewinnmargen zu verbessern. In den vergangenen Monaten hatte das Unternehmen bereits seine Werbebudgets gekürzt und Stellen gestrichen. 

rtr
Mehr zum Thema
Unsere Partner
Anzeige
remind.me
Jetziges Strom-/Gaspreistief nutzen, bevor die Preise wieder steigen
Anzeige
Homeday
Immobilienbewertung von Homeday - kostenlos, unverbindlich & schnell
Anzeige
IT Boltwise
Fachmagazin in Deutschland mit Fokus auf Künstliche Intelligenz und Robotik
Anzeige
Presseportal
Direkt hier lesen!
Anzeige
STELLENMARKT
Mit unserem Karriere-Portal den Traumjob finden
Anzeige
Expertentesten.de
Produktvergleich - schnell zum besten Produkt