Techkonzern: Streik bei Samsung Electronics auf unbestimmte Zeit verlängert
Seoul. Der Streik beim südkoreanischen Technologieriesen Samsung Electronics wird nach Gewerkschaftsangaben auf unbestimmte Zeit fortgesetzt. Die National Samsung Electronics Union (NSEU), die mit rund 30.000 Mitgliedern fast ein Viertel der südkoreanischen Belegschaft des Unternehmens vertritt, begründete ihre Entscheidung am Dienstag mit der mangelnden Gesprächsbereitschaft des Managements.
Der ursprünglich auf drei Tage angesetzte Ausstand hatte am Montag begonnen. Laut NSEU hat der Streik bereits zu Produktionsstörungen geführt. Von den Streikenden ist der Großteil, oder mehr als 5.000, nach Angaben der Vereinigung im Bereich der Halbleiterproduktion beschäftigt.
Samsung hingegen hatte zuvor erklärt, der Streik habe keine Auswirkungen auf die Produktion gehabt. Eine Stellungnahme von Samsung zu dem unbefristeten Streik lag zunächst nicht vor.
In ihrer jüngsten Erklärung fordert die Gewerkschaft 3,5 Prozent mehr Grundlohn, Verbesserungen des Systems für Leistungszulagen sowie eine Ausgleichszahlung an Mitglieder für ihre wirtschaftlichen Verluste infolge des Streiks. Statt wie bisher einen Tag mehr Urlaub im Jahr möchte sie zudem einen eintägigen Sonderurlaub anlässlich der Gründung der Gewerkschaft durchsetzen.
Trotz der Nachrichten über den anhaltenden Arbeitskampf zeigten sich die Aktien des Chipriesen im frühen Handel stabil. Sie notierten mit einem leichten Plus von 0,1 Prozent, während der Leitindex KOSPI ein Minus von 0,1 Prozent verzeichnete.