Konjunktur: Schweizer Wirtschaft wächst im zweiten Quartal
Zürich. Das Wachstum der Schweizer Wirtschaft hat im zweiten Quartal etwas an Schwung gewonnen. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg im Zeitraum April bis Juni im Vergleich zum Vorquartal um 0,5 Prozent, wie das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) am Dienstag mitteilte. Das verarbeitende Gewerbe wuchs dank der chemisch-pharmazeutischen Industrie überdurchschnittlich, erklärten die beim Seco angesiedelten Ökonomen der Regierung. In den übrigen Industriebranchen war die Wertschöpfung rückläufig. Zugelegt hat auch der Dienstleistungssektor, während der private Konsum nahezu stagnierte.
Die Wirtschaft der Alpenrepublik entwickelte sich damit wie erwartet: Das Seco hatte Mitte August auf Basis frühzeitig vorliegender Informationen das BIP-Wachstum im zweiten Quartal auf 0,5 Prozent geschätzt. In den ersten drei Monaten hatte die Wirtschaftsleistung um 0,3 Prozent zugenommen.
Im gesamten laufenden Jahr geht die Regierung aktuell von 1,2 Prozent BIP-Zuwachs aus. Eine neue Konjunkturprognose ist für 19. September geplant. 2023 war das BIP nach revidierten Seco-Zahlen um 1,2 Prozent gestiegen.
Die BIP-Angaben sind saisonbereinigt und um den Einfluss von Sport-Großereignissen wie etwa Fußball-Weltmeisterschaften oder Olympische Spiele bereinigt. Lizenzgebühren und Fernseheinnahmen von Organisationen wie dem Weltfußballverband Fifa und dem Internationalen Olympischen Komitee, die ihren Sitz in der Schweiz haben, beeinflussen die Wertschöpfung spürbar. Werden diese Ereignisse berücksichtigt, wuchs das BIP im zweiten Quartal um 0,7 Prozent nach plus 0,5 Prozent in den ersten drei Monaten.