Gewinnrückgang: Aston Martin kappt Prognose – Aktie fällt stark
Düsseldorf. Die Aktien des Autokonzerns Aston Martin verlieren am Montag deutlich, nachdem das Unternehmen seine Prognosen für das laufende Geschäftsjahr kassiert hat. Die an der Londoner Börse gehandelten Papiere geben in der Spitze um rund 28 Prozent nach und fallen auf einen Preis von 115,20 Pence. Das ist der größte Verlust an einem einzigen Handelstag seit dem 1. Mai, als die Aktie 37 Prozent abstürzte.
Das Unternehmen hat sein Absatzziel um 1000 Stück nach unten korrigiert. Statt den zuvor geplanten 7000 Luxusfahrzeugen wird Aston Martin nur noch 6000 verkaufen können.
Der britische Autobauer macht dafür unter anderem seine Zulieferer verantwortlich, die einige Komponenten zu spät geliefert hätten. In einem Telefonat mit Investoren soll Aston Martins Vorstandschef, Adrian Hallmark, der Financial Times zufolge gesagt haben, dass das niedrigere Absatzziel das Unternehmen vor einer schwächeren Nachfrage in China und höheren Lieferkosten schützen soll.
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Das Ergebnis des Unternehmens dürfte deshalb leicht unter dem Niveau des Vorjahres liegen. Das Margenziel korrigiert Aston Martin von knapp mehr als zwanzig Prozent auf einen leicht unter der Marke liegenden Wert.
Für Hallmark bedeutet die Gewinnwarnung einen schwierigen Start in seine Rolle als Vorstandschef. Er hat den Posten erst Anfang September übernommen.
Autoindustrie unter Druck
Mit seinen Problemen steht Aston Martin nicht alleine da. Auch der Wettbewerber Stellantis hat am Montag seine Prognosen korrigiert. Der Wolfsburger Autobauer Volkswagen veröffentlichte am Freitag eine Gewinnwarnung. Auch Mercedes hat vor rund zwei Wochen zum ersten Mal seit mehreren Jahren seine Prognose drastisch nach unten angepasst.
Eines haben die Gewinnwarnungen der vier Konzerne gemein: Große Probleme auf dem chinesischen Markt. Bei Aston Martin kommen die Lieferschwierigkeiten noch hinzu.
Die Stellantis-Aktie verliert am Montag ebenfalls deutlich. Sie gibt zwischenzeitlich um bis zu 14 Prozent nach. Investoren verkaufen ebenfalls ihre Anteile an Volkswagen und Mercedes. Die Papiere der deutschen Autobauer verlieren am Montag 2,5 und 2,0 Prozent.