Krankenkasse: Dann lohnt ein Wechsel in die Private Krankenversicherung
München. Die Beiträge für Kassenpatienten könnten 2025 deutlich steigen. Nach einer Prognose der Unternehmensberatung Deloitte könnte das Defizit in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) im kommenden Jahr auf 46 Milliarden Euro steigen. Um diesen Fehlbetrag auszugleichen, müsste der Zusatzbeitrag für gesetzlich Versicherte um 0,8 Prozentpunkte auf dann 2,5 Prozent steigen. Der allgemeine Beitragssatz liegt bei 14,6 Prozent.
Bei einem Monatsbrutto von 5000 Euro bedeutet das, dass der monatliche Kassenbeitrag 40 Euro höher wird. Zwar zahlt der Arbeitgeber hiervon, wie beim Rest des Beitrags auch, die Hälfte. Doch Fachleute gehen davon aus, dass die Beiträge künftig weiter steigen.
Kein Wunder, dass angesichts dieser Aussichten viele mit der privaten Krankenversicherung (PKV) liebäugeln. Hier müssen junge Menschen mitunter weniger als 300 Euro für eine Police zahlen, die mehr bietet als die gesetzliche Krankenversicherung.
Jens Trittmacher vom Bund der Versicherten (BdV) warnt allerdings: „Die Entscheidung für die PKV ist grundsätzlich eine lebenslängliche.“ Denn auch in der Privaten können die Beiträge vor allem im Alter rasant steigen. Zugleich ist es schwierig, wieder in die gesetzliche Krankenversicherung zurückzukehren. Für wen es sich dennoch lohnen kann, in die PKV zu wechseln.