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Gesundes WohnenSo klappt schadstofffreies Bauen

Gesundes Bauen mit unschädlichem Material muss nicht teuer oder kompliziert sein. Doch nicht jede gepriesene Maßnahme ist sinnvoll. Worauf Bauherren der Gesundheit zuliebe achten sollten.Christina Keppel 25.10.2024 - 06:08 Uhr Artikel anhören
Besonders in Räumen, die viel genutzt werden, sollten Bauherren auf schadstoffarme Materialien achten. Foto: Taxi/Getty Images

Köln. In den eigenen vier Wänden verbringen wir den Großteil unserer Lebenszeit. Hier schlafen, kochen und entspannen wir, ziehen Kinder groß und werden alt. Wer dabei allerdings täglich schädliche Stoffe einatmet, weil das Wohnhaus mit teils giftigem Material gebaut wurde, kann langfristig erkranken und beispielsweise Allergien entwickeln.

Dennoch stößt die Idee, auf unschädliche und allergikerfreundliche Materialien zu achten, bei Bauherren teils auf Unverständnis, sagt Angela Balatoni, Geschäftsführerin der Allergy Friendly Buildings Alliance (AFBA). Dabei seien 30 Prozent aller Menschen in Deutschland Allergiker. Das Unternehmen berät bei Bauprojekten zu allergikerfreundlichem und damit gesundem Wohnen.

Gesund bauen muss nicht teuer sein

Dabei ist es gar nicht so schwer und auch nicht wesentlich teurer, Immobilien allergikerfreundlich zu gestalten: „Die Farbe einer gängigen Marke mit Konservierungsstoffen kostet etwa 57 Euro für 15 Liter. Für dieselbe Menge ohne Konservierungsstoffe zahlen Privatpersonen 66 Euro“, sagt Balatoni. Bei großen Baustoffherstellern, die an Bauherren verkaufen, gäbe es sogar oft keine Preisunterschiede mehr, so die Expertin.

Wem solche Mehrkosten zu viel sind, kann auch die Zeit für sich arbeiten lassen. Viele Materialien dünsten nur für eine gewisse Zeit Chemikalien aus, manche ohnehin nur in flüssigem Zustand. „Silikon ist nach 48 Stunden unbedenklich“, sagt Balatoni. Bei Wandfarben mit Konservierungsstoffen müsse man allerdings mit bis zu sechs Monaten rechnen. Erst dann belasten die Materialien die Innenräume nicht mehr. Das gilt übrigens auch für nachhaltige Naturmaterialien wie Lehmfarbe. „Denn nachhaltiges Bauen und gesundes Bauen ist nicht dasselbe“, so Balatoni.

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