ING-Vorstand Bester: „Zinssenkungen machen 2024 zu einer größeren Herausforderung“
Frankfurt. Mit dem Gewinn ist es abwärtsgegangen. Das belegen die Zahlen des abgelaufenen Halbjahres der niederländischen Direktbank ING. Andrew Bester, Vorstandsmitglied und zuständig für das Geschäft mit Firmenkunden (Wholesale Banking), sagt: „Wir wussten aber, dass Zinssenkungen das Jahr 2024 zu einer größeren Herausforderung machen würden.“
Knapp 1,5 Jahre hatte die ING zu den großen Profiteuren der Zinswende gezählt. Allein im vergangenen Jahr fuhr die Deutschlandtochter hierzulande ihr bestes Ergebnis in der Geschichte ein. Und auch der Mutterkonzern in Amsterdam konnte im gleichen Zeitraum sein Ergebnis zum Vorjahr fast verdoppeln.
„2023 war ein erfolgreiches Jahr für die ING“, zieht Bester im Handelsblatt-Doppelinterview mit Eddy Henning, Firmenkundenvorstand der ING Deutschland, Bilanz. Nun aber machten sich die erwarteten Zinssenkungen sowohl auf Gruppenebene als auch in Deutschland bemerkbar. Die Bank muss Alternativen entwickeln, um weniger abhängig vom Privatkundengeschäft zu sein.