Nordkorea: Kims Soldaten in Europa? Putin globalisiert den Ukraine-Krieg
Berlin, Peking, Tokio, Brüssel, Riga. Eine der wichtigsten Lehren aus mehr als zweieinhalb Jahren Krieg in der Ukraine lautet: Die Welt sollte genau hinsehen, wenn Kremlchef Wladimir Putin Bündnisse mit Autokraten eingeht. So war der Schwur einer „Freundschaft ohne Grenzen“ mit Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping kurz vor Putins Angriff auf die Ukraine im Jahr 2022 wegweisend. Nun zeigt offenbar die im vergangenen Sommer mit dem nordkoreanischen Diktator Kim Jong-un vereinbarte „strategische Partnerschaft“ weitreichende Wirkung.
Das Bundesaußenministerium teilte am Mittwoch mit, es habe den nordkoreanischen Geschäftsträger einbestellt. „Sollten die Berichte über nordkoreanische Soldaten in der Ukraine zutreffen und Nordkorea damit den russischen Angriffskrieg in der Ukraine auch mit Truppen unterstützen, wäre dies gravierend und ein Verstoß gegen das Völkerrecht“, hieß es in einem Beitrag des Auswärtigen Amtes auf dem Kurznachrichtendienst X.