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SMCIWirtschaftsprüfer von Super Micro wirft hin – Aktie bricht ein

EY hat sein Mandat als Wirtschaftsprüfer des Server-Anbieters niedergelegt. Die Aktie von SMCI gibt an der Wall Street deutlich nach. 30.10.2024 - 16:09 Uhr Artikel anhören
Super Micro Computer stattet Rechenzentren aus. Das macht das Unternehmen zu einem KI-Profiteur. Foto: REUTERS

Bangalore. Mitten in einer Affäre um angebliche Bilanz-Unregelmäßigkeiten muss sich Super Micro Computer (SMCI) einen neuen Wirtschaftsprüfer suchen. EY habe das Mandat aufgegeben, teilte der Anbieter von Hochleistungsrechnern für Künstliche Intelligenz (KI) am Mittwoch mit.

Die Suche nach einem Ersatz laufe bereits. EY war für einen Kommentar zu diesem Thema zunächst nicht zu erreichen. SMCI-Aktien brachen an der Wall Street zeitweise um mehr als ein Drittel ein. Das war der zweitgrößte Kurssturz der Firmengeschichte.

SMCI zufolge hatte EY Ende Juli Bedenken in Bezug auf die Unternehmensführung, die Einhaltung von Transparenzregeln und interne Kontrollen bei der Rechnungslegung angemeldet. Daraufhin habe der Konzern einen Sonderausschuss mit Untersuchungen beauftragt.

EY: Können uns nicht mehr auf Darstellungen der Geschäftsleitung verlassen

„Wir legen unser Mandat nieder, da uns kürzlich Informationen zur Kenntnis gelangt sind, die dazu geführt haben, dass wir uns nicht mehr auf die Darstellungen der Geschäftsleitung und des Prüfungsausschusses verlassen können und nicht bereit sind, uns an den von der Geschäftsleitung erstellten Abschlüssen zu beteiligen“, zitierte SMCI am Mittwoch aus einer Mitteilung von EY an die US-Börsenaufsicht SEC. Der Server-Anbieter wies diese Vorwürfe zurück und bezweifelte, dass Geschäftsberichte wegen der von Ernst & Young aufgeworfenen Fragen korrigiert werden müssen.

„Was Erklärungen von Wirtschaftsprüfern angeht, ist das Rücktrittsschreiben von EY so deutlich formuliert, wie ich es noch nie gesehen habe“, schrieb Nathan Anderson, der Gründer des Hedgefonds Hindenburg, in einem Beitrag auf dem Kurznachrichtendienst X.

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Sein Haus hatte SMCI vor einigen Monaten Bilanzmanipulationen vorgeworfen, woraufhin der Server-Anbieter die Veröffentlichung seiner Jahresbilanz verschob, „um die internen Kontrollen bei der Rechnungslegung zu überprüfen“. Einem Zeitungsbericht zufolge leitete das US-Justizministerium in der Zwischenzeit Ermittlungen gegen das Unternehmen ein.

rtr
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