Energetische Sanierung: Wie Sie die Kosten für Ihre Immobilie realistisch einschätzen
Berlin. Sanierung oder Stillstand – vor diesem Dilemma stehen aktuell viele Eigentümer in die Jahre gekommener Immobilien. Die Energieeffizienz zahlreicher Eigenheime müsste dringend verbessert werden. Langfristig winken den Bewohnern neben einem reduzierten CO2-Ausstoß auch niedrigere Energiekosten. Dennoch stehen Eigentümer vor vielen Fragen: Wie viel Sanierung ist tatsächlich notwendig? Welche Maßnahmen bringen den größten Effekt? Und vor allem: Mit welchen Sanierungskosten müssen sie rechnen?
Diese Unsicherheiten begleiten viele Eigentümer bei der Planung – so auch eine junge Familie aus Köln, die ein Reihenendhaus aus den 1950er-Jahren erworben hatte. Mit einer rund 30 Jahre alten Ölheizung, teils einfach verglasten Fenstern und einer schlechten Dämmung war das Gebäude laut Energieausweis in die Energieeffizienzklasse H eingestuft. Damit gehörte es zu den energetisch schlechtesten Gebäuden. Zu den sogenannten Worst Performing Buildings gehören hierzulande 25 Prozent der Immobilien.
Das wollten die neuen Eigentümer ändern. Sie planten eine Komplettsanierung und zogen Lennart Feldmann, Energieberater und Vorstand im GIH-Bundesverband, hinzu. Er erstellte einen individuellen Sanierungsfahrplan mit Handlungsempfehlungen, die den finanziellen Möglichkeiten der Eigentümer entsprachen.