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SyrienDer Sturz von Assad stärkt Erdogan

Der Regimewechsel in Syrien wird den Nahen Osten verändern. Davon profitiert die Türkei – wer über die Neuordnung Syriens verhandelt, wird künftig nicht an ihr vorbeikommen.Inga Rogg 08.12.2024 - 19:47 Uhr aktualisiert Artikel anhören
Istanbul: In der Türkei lebende Syrer feiern nach dem Sturz Assads unter anderem mit Erdogan-Flaggen. Foto: REUTERS

Istanbul. Millionen Syrer weltweit feierten am Sonntag den Sturz des Despoten Baschar al-Assad. In Damaskus versammelte sich eine Menge am zentralen Umayyaden-Platz, um den Triumph zu genießen.

Der Diktator hatte sich in der Nacht auf Sonntag still und leise aus der Hauptstadt abgesetzt. Assad sei als Präsident zurückgetreten und habe Syrien verlassen, teilte das russische Außenministerium mit. Dem Kreml zufolge befindet sich Assad mit seiner Familie in Moskau.

Wie es zu der erstaunlichen Kehrtwende Assads kam, ist noch nicht klar. Der ausgebildete Augenarzt, der Hunderttausende Menschenleben auf dem Gewissen hat, weigerte sich seit Beginn des syrischen Aufstands vor knapp vierzehn Jahren standhaft, in ernsthafte Verhandlungen mit den Regimegegnern einzutreten.

Auch jetzt dachte er nicht daran, Kompromisse zu schließen, obwohl die Aufständischen seit dem 27. November eine Stadt nach der anderen eroberten und ihm die Truppen davonliefen. Stattdessen setzte er auf Russland und den Iran. Doch die Unterstützung seiner beiden wichtigsten Verbündeten blieb aus.

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