KI & Co.: Neuer Technologie-Superzyklus verändert die Regeln der Wirtschaft
New York. Kürzlich geschah etwas sehr Ungewöhnliches mit der Produktivitätsstatistik: Im August 2024 vermeldete das amerikanische Bureau of Labor Statistics ein Produktivitätswachstum von 2,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Das liegt deutlich über dem Durchschnitt von 1,5 Prozent des letzten Jahrzehnts und der Wachstumsrate von einem Prozent in Europa.
Der Vorsitzende der US-Notenbank Federal Reserve, Jerome Powell, stellte heraus, was das bedeutet. Wenn man den Zinseszinseffekt miteinrechne, sei „der Effekt nach 40 Jahren in Bezug auf Einkommen und Lebensstandard einfach enorm“.
Der Produktivitätsanstieg könnte das Bruttoinlandsprodukt in den USA bis 2030 erheblich antreiben aufgrund von Faktoren wie der Steigerung der menschlichen Intelligenz, erhöhter Innovation und der Substitution von Arbeit durch Maschinen.
Ein neuer Technologie-Superzyklus
Wirtschaftswissenschaftler haben den stetigen Produktivitätsanstieg auf Inflation, Arbeitskräftemangel, sinkende Löhne, Entlassungen und Automatisierung zurückgeführt. Spekuliert wurde auch über die Auswirkungen der generativen Künstlichen Intelligenz (KI).
Einige Experten erwarten im nächsten Jahrzehnt große Produktivitätssteigerungen auf Grundlage vielversprechender Experimente mit KI-Agenten, die Mitarbeiter in Callcentern unterstützen.