Kontrolle: Volksbanken prüfen nach Sanierungsfällen schärfere Regeln
Berlin. Die Volksbanken und Raiffeisenbanken erwägen nach mehreren Sanierungsfällen schärfere Regeln für die genossenschaftliche Gruppe. „Wir nehmen diese Vorfälle zum Anlass, Vorschläge zu erarbeiten, wie unsere Interventions- und Kontrollmechanismen ausgebaut werden sollten“, teilte der Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) am Dienstag mit.
„Wir haben es innerhalb eines Jahres mit drei Sanierungsfällen bei insgesamt 700 Genossenschaftsbanken zu tun.“ Das sei im historischen Vergleich zwar sehr wenig, aber bei den aktuellen Fällen seien Kontrollsysteme nicht ausreichend angewandt oder vorgegebene Standards nicht eingehalten worden. „Das nehmen wir sehr ernst.“
Zuerst hatte der „Spiegel“ darüber berichtet. Beim BVR hieß es, immer wenn es zu größeren Schäden komme, schaue man, wie man die Solidargemeinschaft schützen und die Statuten weiterentwickeln könne. Probleme gab es zuletzt bei Banken im thüringischen Schmalkalden, Dortmund und Düsseldorf. Dort sprang zum Teil die Sicherungseinrichtung der genossenschaftlichen Banken ein.