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EnergieEnergieagentur rechnet mit Rekordnachfrage nach Kohle

Während der Kohleverbrauch in den Industrieländern sinkt, legt er in Schwellenländern noch zu. Erst in einigen Jahren erwarten Experten den Wendepunkt. 18.12.2024 - 07:59 Uhr Artikel anhören
Bagger stehen im Braunkohletagebau Garzweiler. Foto: Oliver Berg/dpa

Paris. Die weltweite Nachfrage nach Kohle ist nach Schätzung der Internationalen Energieagentur (IEA) in diesem Jahr so hoch wie noch nie. Sie legt demnach um ein Prozent auf 8,77 Milliarden Tonnen zu, wie die IEA in Paris mitteilte. Nach einem Anstieg um mehr als 1,2 Milliarden Tonnen seit 2020 wird die weltweite Kohlenachfrage nach Einschätzung der Experten in den nächsten drei Jahren ein Plateau erreichen und 2027 bei etwa 8,87 Milliarden Tonnen liegen.

Bei der Entwicklung der Kohlenachfrage gibt es der Energieagentur zufolge weiterhin große Unterschiede zwischen Industrie- und Schwellenländern. Während die Nachfrage in der EU in diesem Jahr um zwölf Prozent und in den USA um fünf Prozent sinkt, legt sie in China um ein Prozent und in Indien um fünf Prozent zu.

Der Elektrizitätssektor in China sei für die globalen Kohlemärkte besonders wichtig, da eine von drei weltweit verbrauchten Tonnen Kohle in einem Kraftwerk des Landes verbrannt werde, erklärte die IEA. Der Bau von Kernkraftwerken und der Ausbau erneuerbarer Energien in China dürfte aber dazu beitragen, den Anstieg des Kohleverbrauchs bis 2027 zu begrenzen.

Ungleiche Entwicklung in Industrie- und Schwellenländern

In diesem Zeitraum sei angesichts der aktuellen politischen Rahmenbedingungen und Markttrends nicht mit einem Rückgang der Kohlendioxidemissionen aus der Kohlenutzung zu rechnen, zumal es nur langsamen Fortschritt bei der Kohlenstoffspeicherung gebe, teilte die IEA mit.

Während die Kohlenachfrage in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften weiter schrumpfe, werde dieser Rückgang voraussichtlich durch das Wachstum in einigen Schwellen- und Entwicklungsländern wie Indien, Indonesien und Vietnam ausgeglichen. Auswirkungen auf den tatsächlichen Verbrauch von Kohle in den nächsten Jahren habe auch das Wetter, insbesondere in China, sowie das Tempo, in dem die Nachfrage nach Elektrizität steige.

dpa
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