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GewerkschaftVerdi pocht auf deutlich mehr Geld für 170.000 Postler

Zum Jahresbeginn ist das Briefporto kräftig gestiegen. Das bringt mehr Geld in die Kassen der Post – ein Grund mehr für eine bessere Bezahlung der Post-Beschäftigten in Deutschland? 23.01.2025 - 06:44 Uhr Artikel anhören
Post und Verdi hatten sich zuletzt im Frühjahr 2023 nach massiven Warnstreiks der Gewerkschaft auf ein komplexes Tarifpaket verständigt. Foto: dpa

Berlin. Im Ringen um einen neuen Tarifvertrag für 170.000 Briefträger, Paketboten und andere Logistik-Mitarbeiter pocht die Gewerkschaft Verdi auf ein kräftiges Entgeltplus von sieben Prozent.

„Nur mit deutlichen Lohnsteigerungen für die Beschäftigten lassen sich die noch immer hohen Kosten und Lebensmittelpreise bewältigen“, erklärte Verdi-Vize Andrea Kocsis vor der zweiten Verhandlungsrunde, zu der sich Vertreterinnen und Vertreter des Post-Konzerns und der Gewerkschaft am Donnerstag und Freitag treffen.

Die Gewerkschafterin wies darauf hin, dass die Einkommen der großen Mehrheit der Post-Beschäftigten noch immer unter dem mittleren Einkommen in Deutschland liegen. Verdi fordert einen einjährigen Tarifvertrag. Die Entgelte sollten um sieben Prozent steigen und die Beschäftigten sollten zusätzliche Urlaubstage bekommen. 

Das Post-Management betont, dass ein neuer Tarifvertrag wirtschaftlich tragfähig sein müsste. Der Investitionsbedarf sei hoch und die Briefmengen schrumpften. Ein Firmensprecher sagt, man gehe konstruktiv in die zweite Verhandlungsrunde.

Die Laufzeit eines neuen Tarifvertrags solle bei zwölf Monaten liegen. Die Post hatte die Forderungen als realitätsfern abgewiesen. Der Konzern gehe aber „konstruktiv und lösungsorientiert in die Verhandlungen“, hatte ein Sprecher gesagt.

Post und Verdi hatten sich zuletzt im Frühjahr 2023 nach massiven Warnstreiks der Gewerkschaft auf ein komplexes Tarifpaket verständigt, das dem Konzern zufolge eine Erhöhung der Löhne und Gehälter von im Durchschnitt 11,5 Prozent brachte. Die Post hatte in der Folge über zu hohe Kosten im deutschen Brief- und Paketgeschäft geklagt, die sie durch Porto-Erhöhungen nicht auffangen könne.

dpa, rtr
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