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AppleAlibaba liefert Künstliche Intelligenz für iPhones in China

Der Chef des chinesischen Tech-Konzerns bestätigt eine Kooperation mit Apple, um künftig auf chinesischen iPhones KI-Funktionen anzubieten. So will das US-Unternehmen Marktanteile hinzugewinnen.Sabine Gusbeth 13.02.2025 - 12:54 Uhr Artikel anhören
Apple-Logo: Der Konzern aus Kalifornien will seine Position in China verbessern. Foto: Reuters

Peking. Der chinesische Tech-Konzern Alibaba entwickelt künftig Anwendungen mit Künstlicher Intelligenz (KI) für iPhones in China. Dies bestätigte Alibaba-Chef Joseph Tsai am Mittwochabend auf einer Konferenz in Dubai. Der US-amerikanische iPhone-Hersteller Apple und Alibaba hätten eine entsprechende Kooperation vereinbart. Zuvor hatten bereits das US-Nachrichtenportal „The Information“ und die Hongkonger Zeitung „South China Morning Post“ darüber berichtet. Letztere gehört zum Alibaba-Konzern.

Apple sei „sehr wählerisch“ gewesen, sagte Tsai auf dem World Governments Summit. Der US-Konzern habe mit einer Reihe chinesischer Tech-Konzerne gesprochen, sich aber am Ende für Alibaba entschieden.

Apple hat auf dem wichtigen chinesischen Markt zuletzt deutlich weniger iPhones verkauft. Als zentraler Grund für den Absatzrückgang gilt, dass das iPhone in China bislang nicht über KI-Funktionen verfügt. Apple-Partner OpenAI bietet seinen Dienst ChatGPT in China nicht an.

Deshalb war Apple in China auf der Suche nach einem lokalen KI-Partner, der die strikten Beschränkungen der chinesischen Internetaufsicht erfüllt. Zunächst gab es Berichte über Gespräche zwischen Apple und dem Suchmaschinenkonzern Baidu. Später wurde  auch über eine Kooperation mit der Tiktok-Mutter Bytedance sowie dem Onlinespielekonzern Tencent spekuliert.

Nun hat sich Apple für Alibaba als Partner entschieden. Die Aktienkurse beider Unternehmen reagierten positiv auf die Berichte. Alibaba legte am Donnerstag in Hongkong um 3,5 Prozent zu. Bereits am Vortag waren die Papiere um 6,7 Prozent gestiegen. Auch die Apple-Aktie gewann an den vergangenen zwei Tagen an Wert.

Apple lobt Alibabas KI-Fähigkeiten

Die beiden Unternehmen hätten ihre Software zur Freigabe bei den Behörden eingereicht, hatte das US-Portal  „The Information“ am Dienstag berichtet. Am Mittwoch schrieb auch die „South China Morning Post“ über die Kooperation. Ausschlaggebend für die Entscheidung von Apple sei demnach die Stärke des Alibaba-KI-Modells Qwen und dessen „bahnbrechende“ Fähigkeiten, zitiert die Hongkonger Zeitung Insider.

Alibaba hatte Ende Januar die neueste Version des Sprachmodells Tongyi Qianwen, Qwen2.5-VL, vorgestellt. Angaben der Entwickler zufolge schlägt es in Bereichen wie Dokumentenanalyse, Beantwortung von Fragen, Mathematik und Videoverständnis führende US-Konkurrenten wie OpenAIs GPT-4o, Anthropics Claude 3.5 Sonnet und Googles Gemini 2.0 Flash.

Alibaba ist mit seiner Plattform Taobao der mit Abstand größte Onlinehändler Chinas, mit rund 930 Millionen aktiven Nutzern. Das Unternehmen aus dem ostchinesischen Hangzhou wurde 1999 von dem ehemaligen Englischlehrer Jack Ma gegründet. Ma fiel 2020 durch regierungskritische Äußerungen bei der Staatsführung in Ungnade und gab seine Ämter ab. Zudem musste Alibaba mehrere Unternehmensbereiche verkaufen, darunter die Anteile an der Finanztochter Ant, die die weitverbreitete Bezahl-App Alipay betreibt.

Deepseek & Co.

Fünf KI-Firmen aus China, auf die man jetzt achten sollte

Apple hält am 25. März seine China-Entwicklerkonferenz in Shanghai ab. Dies hat zuletzt Spekulationen angeheizt, dass die KI-Dienste von Apple Intelligence bis dahin zur Verfügung stehen könnten.

Apple soll auch die KI von Deepseek in Erwägung gezogen haben, die Ende Januar weltweit für Aufsehen gesorgt hatte. Das Start-up sei aber aus Sicht von Apple zu unerfahren und habe zu wenige Mitarbeiter, um einen Großkunden wie den iPhone-Anbieter zu betreuen, berichtet „The Information“.

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Erstpublikation: 11.02.2025, 16:20 Uhr.

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