Rückversicherung: Munich Re will Gewinn trotz Waldbränden weiter steigern
München, Frankfurt. Die verheerenden Waldbrände rund um Los Angeles werden den weltgrößten Rückversicherer Munich Re voraussichtlich mit 1,2 Milliarden Euro belasten. Dennoch strebt Munich Re nach einem Rekordgewinn im Vorjahr auch 2025 weitere Zuwächse an. „Im laufenden Jahr wollen wir den Gewinn auf sechs Milliarden Euro erhöhen“, sagte Vorstandschef Joachim Wenning am Mittwoch und bestätigte damit die im Dezember verkündete Prognose.
Seine Zuversicht stützt Wenning auf „die erfolgreichen Vertragserneuerungen“ zum 1. Januar dieses Jahres. Die aktuellen Schäden aus Naturkatastrophen seien ein Faktor, der weiteren Preisrückgängen entgegenstehe. Allein die Brandkatastrophe in Kalifornien im Januar 2025 dürfte die Versicherungsindustrie mit 35 Milliarden bis 40 Milliarden Dollar belasten, schätzt Munich Re.
Auch Konkurrent Hannover Rück war zuletzt bei seiner Prognose für 2025 geblieben – trotz Waldbrandschäden in Höhe von 500 bis 700 Millionen Euro. Der weltweit drittgrößte Rückversicherer will in diesem Jahr weiterhin einen Konzerngewinn von 2,4 Milliarden Euro erzielen.
Rekordgewinn: Konzern übertraf die Analystenerwartungen
Munich Re setzt wegen der Schäden auf stabile Preise bei den kommenden Vertragserneuerungen im April und Juli. Nach jahrelangen Prämienanstiegen verzeichnete Munich Re bei der Erneuerung zum Jahreswechsel einen leichten Preisrückgang um 0,6 Prozent. Das gezeichnete Geschäftsvolumen sank um 2,4 Prozent auf 15,6 Milliarden Euro.