Börsengang: Starke Kursschwankungen verunsichern den IPO-Markt
Frankfurt. Investmentbanker sind von Berufs wegen optimistisch und glauben in den meisten Fällen an große Deals und Börsengänge. Zugleich gibt es in Deutschland mehrere Unternehmen, die zeitnah ein „Initial Public Offering“, kurz IPO, anstreben.
Deshalb erscheint es auf den ersten Blick überraschend, dass viele Investmentbanker in diesen Tagen vorsichtige Töne anstimmen. Gründe dafür sind die erratische Zollpolitik von US-Präsident Donald Trump und die Debatten über billionenschwere Ausgaben für Verteidigung und Infrastruktur in Deutschland.
Beides sorgt für heftige Ausschläge an den Märkten, was Börsengänge deutlich erschwert. Aktuell würden Nachrichten die Börsenkurse und die Stimmung der Anleger von einem auf den anderen Tag verändern – positiv wie negativ, sagt Berthold Fürst, Investmentbanking-Chef im Wirtschaftsraum EMEA bei der Deutschen Bank. „Das macht es nicht immer leicht, Investoren und Emittenten zusammenzubringen.“
Dennoch gibt es allein für dieses Frühjahr bereits zwei Kandidaten für einen erfolgreichen Börsengang. Und auch für den weiteren Jahresverlauf sind aussichtsreiche IPO-Aspiranten in Sicht.