Start-up: IDNow-Gründer verkaufen Fintech für 300 Millionen Euro
Düsseldorf, Berlin. Start-up-Gründern aus Deutschland ist es nach längerer Flaute wieder gelungen, ihre Firma zu einem hohen Betrag zu verkaufen. Der Münchener Identitätsprüfer IDNow geht an den Private-Equity-Investor Corsair Capital, wie beide Unternehmen am Donnerstag mitteilten. Die Kaufsumme des sogenannten Exits soll bei 300 Millionen Dollar, umgerechnet 278 Millionen Euro, liegen, erfuhr das Handelsblatt aus Branchenkreisen.
Felix Haas, Armin Berghaus, Dennis von Ferenczy und Sebastian Bärhold hatten das Fintech 2014 gegründet. Nutzer können sich mit dem Verfahren des Unternehmens etwa bei einer Kontoeröffnung sofort von zu Hause aus identifizieren. Dafür müssen sie nur ein Ausweisdokument in die Kamera halten.
Früher gab es lediglich das Postident-Verfahren der Deutschen Post. Nutzer mussten dazu persönlich in einer Post-Filiale vorstellig werden. Zu den Auftraggebern von IDNow zählen etwa die Großbanken UBS und Unicredit, die Neobank N26, die O2-Mutter Telefónica, der Autoverleiher Sixt oder der Glücksspielanbieter Tipico. Nach eigenen Angaben zählt IDNow weltweit mehr als 900 Kunden.
IDNow erzielte 2024 einen Umsatz von rund 79 Millionen Euro, wie aus Unternehmenskreisen verlautete. Erstmals soll das Start-up auch profitabel gewirtschaftet und einen Gewinn auf geringem Niveau erzielt haben. IDNow beschäftigt rund 500 Mitarbeiter.