Ukraine-Krieg: Selenskyj in Bedrängnis – doch Trump findet keine Alternative
Wien. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat russische Mordkommandos und drei Jahre Krieg überlebt. Doch so stark unter Druck wie gegenwärtig war er seit seinem Amtsantritt 2019 noch nie: Sein amerikanischer Amtskollege Donald Trump hat mehrfach klargemacht, dass eine zukünftige Zusammenarbeit mit ihm sehr schwierig werden wird. Er bezeichnete Selenskyj als Diktator und, seit dem desaströsen Treffen im Weißen Haus, gar als Hindernis für den Frieden.
Die Attacken aus den USA schwächen Selenskyj zwar auf der Weltbühne. Doch in seinem Land ist der Rückhalt so groß wie nie seit der gescheiterten Gegenoffensive 2023. 68 Prozent unterstützen Selenskyj laut den neusten Umfragen Anfang März. Das ist eine Zunahme von 15 Prozentpunkten innerhalb weniger Wochen.
Die Rückendeckung gelte weniger Selenskyj selbst als seiner Rolle als Verkörperung des Widerstandswillens, glaubt Anton Hruschezki. „Die Ukrainer sehen die Rhetorik der neuen amerikanischen Regierung als Angriff auf ihr ganzes Land und auf sie alle“, sagt der Direktor des Instituts, das die Umfragen durchführt.