Käufe: Private Investoren decken sich mit Immobilien ein
München. Im vergangenen Jahr kauften private Investoren in Deutschland Immobilien im Wert von etwa 2,5 Milliarden Euro. Damit erreichten sie einen Marktanteil von 7,1 Prozent – ein Rekordwert. Rüdiger Herrmann, Leiter Privatvermögen beim Immobilienspezialisten JLL Germany, meint, dass in der aktuellen Marktphase viele private Investoren ihre Trümpfe gegenüber institutionellen Investoren ausgespielt hätten. Ihre Vorteile: mehr Eigenkapital, schnelle Entscheidungswege und eine langfristigere Anlagestrategie.
Es gab 2024 einen Mega-Deal: Die Fünf Höfe in der Münchener Innenstadt wurden für 700 bis 800 Millionen Euro verkauft. Aber selbst ohne diesen Abschluss läge das investierte Vermögen laut JLL noch über dem Volumen des Vorjahres. 2023 hatten private Akteure wie Family Offices 1,5 Milliarden Euro in Immobilien gesteckt.
Die Privaten verhielten sich mit ihren Käufen antiproportional zum Gesamtmarkt, schreibt JLL. Sie kauften für 520 Millionen Euro Büroimmobilien, für 380 Millionen Euro Einzelhandelsobjekte und für 290 Millionen Euro Wohnimmobilien. Im Gesamtmarkt friste der Bereich Büro nach wie vor ein Schattendasein, und der Einzelhandel komme auf den dritten Rang, heißt es.